Cristiano Ronaldo: Drama, Tränen, Bänderdehnung, Happy End … Portugal Europameister!

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Was für ein Drama. Was für ein Finale. Was für ein Happy End. Als Cristiano Ronaldo im Endspiel der Europameisterschaft 2016 schon nach acht Minuten vom Franzosen Payet brutal vom Rasen getreten worden war, schien die Welt für den seit Jahren besten Goalgetter der Welt zu Ende.

Mit Tränen im Gesicht musste er auf der Trage das Spielfeld verlassen, sein Gegner hatte nicht nur keine gelbe Karte gesehen, der englische Schiedsrichter Clattenburg hatte nicht einmal ein Foul geahndet. Minutenlang hatte sich Ronaldo danach über den Platz gequält, war behandelt worden, bevor er entnervt die Segel streichen musste. Begleitet von den hämischen Pfiffen des Pariser Publikums.

Schlimmer aber: Ronaldo konnte seinen Kameraden nicht mehr helfen, den so lange ersehnten Titel für Portugal zu holen. Den ersten Titel für das Land überhaupt. Bis zur Nachspielzeit, die nach einem 0-0 nach 90 Minuten nötig wurde, fragte man sich, wie schlimm die Verletzung Ronaldos wohl sein mochte. Dann sah man Cristiano Ronaldo wieder. Mit Bandage, humpelnd, aber dennoch voll im Spiel dabei. Aktuell steht fest: Ronaldo hat eine schwere Bänderdehnung, offenbar ist aber nichts gerissen.

Trotzd der Schmerzen fegte Ronaldo als “Co-Trainer” während der Verlängerung durch die Coaching-Zonen des Prinzenparks, feuerte seine Kollegen an, die geführt von einem sensationellen Pepe drauf und dran waren, das Finale zu gewinnen.

Torschütze Eder, der das erlösende 1-0 für Portugal in der Nachspielzeit schaffte, gab später zu: “Cristiano hat mir vor meiner Einwechslung erklärt, dass ich das Siegtor schießen würde. Deshalb habe ich es dann auch geschafft. Ich hatte das volle Vertrauen Ronaldos.” Als Eder den Ball in die Maschen drosch, musste Ronaldo erneut weinen, konnte seine Gefühle nicht mehr beherrschen. Am Ende dann musste Trainer Santos dran glauben, der von Ronaldo angesichts des sicheren Sieges mehrfach derart “getätschelt” wurde, dass die Balken krachten.

“Ich bin überglücklich, wir haben heute Geschichte geschrieben, wir haben es verdient”

Die Zeiten, in denen Ronaldo als “Ego-Shooter” verunglimpft wurde, der angeblich nur an sich denkt, könnten nun also vorbei sein. Die portugiesische Zeitung “Record” kommentierte: “Das Gesicht Ronaldos nach dem Tor von Eder sagt doch alles, oder?” Der Star Real Madrids war nach dem Spiel so glücklich, dass er sogar Schiri Clattenburg herzte. Der nahm es mit sichtlicher Distanz und Kühle zur Kenntnis. Dass Portugal der Sieger der Partie war, schien den Engländer selbst zu überraschen.

Ronaldo sagte nach dem historischen Triumph versöhnliche Sätze: “Ich bin überglücklich, wir haben heute Geschichte geschrieben, wir haben es verdient.” Schon als 19-Jähriger hatte Cristiano einst im Finale einer Euro gestanden, zuhause in Portugal aber gegen Griechenland mit 0-1 verloren. CR7 weiter: “Ich habe immer daran geglaubt, dass wir die Euro gewinnen können, ich habe immer gesagt, dass ich einen Titel mit Portugal gewinnen werde. Jetzt ist es geschehen.” Und: “Das ist unvergesslich für mich, vielen Dank an alle Portugiesen. Heute haben alle elf Millionen meiner Landsleute gewonnen.”

Auch die Frage nach dem kommenden Titel des Weltfußballers ist damit entschieden, Cristiano Ronaldo wird nach dem Gewinn der Champions League mit Real Madrid sowie der Euro 2016 mit Portugal zum vierten mal den Goldenen Ball gewinnen. Selbst Frankreichs Antoine Griezmann, der als bester Torjäger des Turniers von einigen Journalisten ins Gespräch gebracht worden war, gab zu: “Goldener Ball? Den hat Cristiano Ronaldo sicher.” Er muss es wissen. Sowohl mit Atletico als auch mit Frankreich hat er gegen CR7 in diesem Jahr verloren.

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