Cristiano Ronaldo: Barca-Presse torpediert Ballon d’Or! “Mourinho im Visier – nicht Messi”

Die Zeitung „Sport“ aus Barcelona, die traditionell für Barca schreibt, beschäftigt sich eindringlich mit einem erneuten Vergleich zwischen Messi und Cristiano Ronaldo. Und kommt zu dem „überraschenden“ Resultat: „Messi ist klar besser als CR7.“ Der aktuelle Vergleich in der Champions League legt dies nahe: Demnach hat Messi nach seinen drei Toren auf Zypern 74 Tore in seiner Karriere in der Königsklasse erzielt, Cristiano nach seinem Tor in Basel aber erst 71. Und in Spanien liegt Messi mit 253 Toren in der ewigen Bestenliste seit Samstag auf Rang eins.

Wer ist die Nummer eins?

Das Kalkül, so die Zeitung „Marca“ sei eindeutig: Jetzt, wo die Kapitäne und Nationaltrainer der Welt ihren Stimmzettel abgeben müssen, sind die neuen Messi-Rekorde global in der Presse. Und erinnern die Profis möglicherweise daran, wer die wahre Nummer eins im Weltfußball ist.

Dass dies ein Deutscher sein könnte, wird in Spanien eher nicht gesehen. Denn UEFA-Boss Michel Platini trommelt zwar weiter für „einen Deutschen“. Aber in Spanien begreift man die Wahl zum Ballon d’Or als individuellen Preis für den herausragenden Einzelakteur des Jahres. Und da kann es nach der Meinung aus Madrid nur einen geben: Cristiano Ronaldo.

15. Sieg der Königlichen in Serie

Auch in Basel traf der Portugiese am Mittwoch in der Champions League für sein Real Madrid, es war das goldene Tor zum Sieg. Als einziges Team überhaupt hat Real seine bisherigen fünf Spiele gewonnen, es war der insgesamt 15. Sieg der Königlichen in Serie in dieser Saison. Besser war Real noch nie, auch nicht unter Coach José Mourinho. Gewinnt Madrid am Samstag ab 20 Uhr auch noch in Malaga, wäre ein neuer Klub-Rekord geschafft. Entsprechend gut gelaunt sah man CR7 nach dem Abpfiff. Ganz so, als wäre ihm der Rekord-Kampf gegen Messi ganz egal. Vielleicht ist er es ja auch? Die Zeitung „Marca“ spekuliert: „Cristiano schien sich zu freuen, dass er schon wieder ein Spiel entschieden hat und Real jetzt so oft in Serie gewinnen konnte wie unter Mourinho.“

Damit es weiter klappt, müsste Real allerdings besser spielen als in Basel. Auch Trainer Carlo Ancelotti sagte nach dem Spiel: „Wir haben nicht auf unserem normalen Niveau gespielt.“

Ancelotti: „Wir waren langsamer als normal“

Die Gründe dafür hatte der Italiener ebenfalls parat: „Wir waren langsamer als normal, aber nach unserem Tor hatten wir das Spiel im Griff und aufopferungsvoll verteidigt. Wir haben am Ende in Ruhe gewonnen, und das ist gut für uns.“

Allerdings drehten die Schweizer in der zweiten Halbzeit mächtig auf, kamen zu Torchancen – wobei die besten Gelegenheiten Real hatte: Gareth Bale traf die Latte, Cristiano Ronaldo den Pfosten.

Ancelotti dazu: „Wir haben ein bisschen gelitten in der zweiten Halbzeit, Basel hat mit viel Intensität gespielt und ist das Risiko eingegangen, in Konter zu laufen. Wir haben in dieser Phase gut verteidigt und hatten nur das Pech, unsere Konter nicht erfogreich abzuschließen. Am Ende haben wir verdient gewonnen, was das wichtigste ist.“

Dass er nun den Siege-Rekord Reals von José Mourinho und Miguel Munzo egalisiert hat, weiß Ancelotti wohl: „Wir haben eine sehr gute Serie hingelegt, aber die Saison ist sehr lang und wir müssen ans nächste Spiel denken. Ich bin zufrieden. Alles, was uns in die Rekordbücher dieses fantastischen Clubs bringt, ist toll, wir tun alles dafür, was wir können. Aber das Lob gehört den Spielern, die eine großartige Saison bislang spielen.“