Contador macht Druck: “Ohne mich ist die Tour am Ende”

“Ich bin so entmutigt, dass ich darüber nachdenke, den Radsport unabhängig von der Entscheidung der UCI aufzugeben”, zitierte die Madrider Zeitung El Mundo den dreifachen Tour-de-France-Sieger.

Dies soll Contador dem Präsidenten des spanischen Radsportverbandes, Carlos Castaño, anvertraut haben.

Die Äußerung könnte auch eine taktische Maßnahme sein, um weiteren Druck auf die Entscheidungsgremien UCI und Welt-Anti-Doping-Agentur WADA auszuüben.

Die Tour lebte in den vergangenen zwei Jahren von den großen Zweikämpfen Contadors mit Lance Armstrong und Andy Schleck und würde ohne den Spanier sicher an öffentlicher Wahrnehmung verlieren.

Dem 27 Jahre alten Contador, der derzeit als bester Rundfahrer der Welt gilt, waren bei einem Test am zweiten Tour-Ruhetag in Pau in A- und B-Probe geringe Spuren des Kälbermastmittels Clenbuterol nachgewiesen worden. Der Spanier führte das auf kontaminiertes Fleisch zurück, das er in Pau gegessen habe.

Die Chancen scheinen gering zu sein, dass Contadors Beteuerungen Gehör finden. Bei einem ähnlich gelagerten Fall der spanischen Hürdenläuferin Josephine Onyia im vergangenen Jahr drückte der Internationale Sportgerichtshof CAS eine Zweijahressperre durch. Bei Onyia hatte auch das Labor in Köln – wie bei Contador – den Minimalwert herausgefiltert.

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