Während überall sonst auf der Welt Radfahrer für das, was Contadro getan hat, jahrelang gesperrt werden, bestätigte am Dienstag der Weltverband UCI. "Bei einem Freispruch kann er von dem Moment an so viel fahren, wie er will – bis zu einem möglichen CAS-Urteil", sagte UCI-Sprecher Enrico Carpani.

Zuvor hatte der Verband mehrmals erklärt, dass die im September 2010 ausgesprochene vorläufige Suspendierung des dreifachen Tour-de-France-Gewinners so lange bestehen bleibe, wie sich das gesamte Verfahren in der Schwebe befinde. Contador war während der Tour positiv auf Clenbuterol getestet worden.

Der 28-jährige Madrilene wurde am Dienstag vom nationalen Verband RFEC freigesprochen. Gegen dieses Urteil könnten sowohl die UCI als auch die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne einlegen.

Der offenbar bevorstehende Freispruch provozierte schon vor dem für den Abend erwarteten Verdikt Unmuts-Reaktionen. "Ich weiß nicht, ob der Spanier irgendetwas falsch gemacht hat. Ich weiß aber, dass andere in dieser Situation sanktioniert worden wären", sagte Ex-Weltmeister Tom Boonen.

Die Kapriolen des spanischen Verbandes, der vor knapp drei Wochen in einer vorübergehenden Entscheidung eine Einjahressperre ausgesprochen hatte, könnten dazu führen, dass der 28-jährige Contador im Falle eines Freispruchs zum ersten Mal seit der Tour 2010 wieder aufs Rad steigt. Am Mittwoch beispielsweise schon bei der Algarve-Rundfdahrt in Portugal und im Mai beim Giro d’Italia, wie spanische Zeitungen am Dienstag mutmaßten. (SAZ, dpa; Foto: Marca)

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