Chile 200 Jahre frei von Spanien: Kumpel singen Nationalhymne

Zur Rettung der 33 seit mehr als einem Monat in Chile verschütteten Bergleute hat am Sonntag die Bohrung eines dritten Tunnels begonnen. "Wir konnten dem Beginn der Arbeiten des Bohrturms zusehen", sagte Präsident bei einem Besuch der Kupfer- und Goldmine San Josè.

Dort sind die Kumpel seit dem 5. August in 700 Meter Tiefe verschüttet. "Wir wissen nicht, welches der insgesamt drei Bohrgeräte als erstes fertig sein wird, aber wir wissen eins: dass sie mit Gottes Hilfe Erfolg haben werden", sagte der Staatschef bei dem Besuch aus Anlass der Feierlichkeiten zum 200. Jahrestag der Unabhängigkeit Chiles von Spanien.

Die Bergleute hatten am Vortag, dem eigentlichen Nationalfeiertag, unter Tränen zeitgleich mit ihren Angehörigen über der Mine die Nationalhymne gesungen.

Ein Video von den Arbeitern, die eine Nationalflagge in die Höhe hielten, wurde am Abend bei der zentralen Nationaltagsfeier in der Hauptstadt Santiago gezeigt. Die etwa 25.000 Teilnehmer stimmten mit ein und klatschten den 33 Eingeschlossenen lange Beifall.

Bisher ist eine Rettungsbohrung bei den Bergleuten angekommen. Die schmale Röhre soll nun in den kommenden Wochen auf die notwendige Breite von 70 Zentimetern erweitert werden.

Dann könnten die Kumpel einer nach dem anderen an die Oberfläche gezogen werden. Dies könnte eventuell doch wesentlich früher geschehen als bisher angenommen. Chilenische Medien spekulierten bereits über eine Rettung noch im Oktober. Anfangs war nicht ausgeschlossen worden, dass eine Rettung erst kurz vor Weihnachten möglich werden könnte. (SAZ, dpa; Foto: Historienbild der Gründung von Santiago de Chile durch Pedro de Valdivia 1541, Wikipedia)

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