Chaos-Spanien: Militär sichert ab, Regierung blamiert

Am Freitagabend musste er dann allerdings seine Soldaten anweisen, die Luftkontrolle des Landes zu übernehmen und somit dem wilden Streik der Fluglotsen ein Ende zu setzen.

Hunderttausende Reisende saßen auf spanischen Flughäfen fest. Kann sich ein Regierungschef schlimmer blamieren?

Auf Anweisung Zapateros sollte die Armee noch in der Nacht die Kontrolltürme auf den Zivilflughäfen übernehmen. Mit ihrem wilden Streik hatten die Fluglotsen den Flugverkehr über Spanien am Freitag beinahe vollständig zum Erliegen gebracht. Wie bling muss eine Regierung sein, die von einem solchen Streik nichts mitbekommt?

Die spanische Regierung hatte den streikenden Fluglotsen danach mit der Festnahme gedroht. Wie Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba in der Nacht zum Samstag mitteilte, hatte Zapatero das Kabinett wegen des wilden Streiks der Lotsen für Samstagmorgen zu einer Krisensitzung einberufen.

Erstmals seit mehr als 30 Jahren rief die spanische Regierung den Alarmzustand aus. Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba drohte nach einer Krisensitzung der Regierung, die Streikenden wegen Ungehorsams vor militärische Strafgerichte zu stellen.

Die Ausrufung des Alarmzustands erfolgte zum ersten Mal seit dem Ende des Franco-Regimes im Jahr 1975. (SAZ, afp; Foto: Flickr)

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