Castro tritt ab: Hoffnung auf Demokratie in Kuba

Der Revolutionsführer von einst habe Kuba erst zum „Leuchtturm Lateinamerikas“ gemacht – und danach die Lichter langsam aber sicher wieder ausgehen lassen.

Ein Jahr von dem 50. Geburtstag seiner Revolution hat Castro damit seiner Krankheit Tribut gezollt, die ihn schon seit Juli 2006 davon abhielt, aktiv Politik zu treiben. Zehn US-amerikanische Präsidenten hat Castro kommen und gehen sehen, den ersten schwarzen Präsidenten oder die erste Frau im Weißen Haus wird er wohl als Pensionär erleben.

Bush freut sich, Exil-Kubaner bieten Hilfe an

Der amtierende US-Präsident Bush freute sich über Castros Rücktritt und äußerte die Hoffnung, dass ein sich anschließender Öffnungsprozess in freie Wahlen auf Kuba münden möge. Auch die spanische Regierung äußerte die Hoffnung, dass nun eine Zeit wichtiger Reformen auf Kuba folgen werde.

Rigoberto Carceller, Präsident der Exi-Kubaner in Spanien, signalisierte seine Bereitschaft, nach Havanna zu reisen, um die Regierung zu beraten, wie ein Übergang von einer Diktatur zu einer Demokratie zu bewerkstellingen sei – schließlich habe man dies in Spanien bestens studieren können.

Damit dies gelingen könne, müsse Castro aber nicht nur aus der Politik, sondern ganz aus der Öffentlichkeit verschwinden. Sonst trübe sein Schatten jede Bemühung nach Demokratie in Kuba.

Am Sonntag wird die kubanische Nationalversammlung einen neuen Staatsrat wählen, der wiederum den neuen Regierungschef ernennt.