Capello bald Beckhams Trainer in England

Alle Zeitungen berichten über den Ex-Trainer von Real Madrid, der aktuell die TV-Zuschauer in Italien sowie die Leser der spanischen Sportzeitung Marca mit seinen schlauen Kommentaren beglückt.

Zuletzt sorgte er in Spanien für Furore, als er enthüllte, dass Real-Präsident Calderón vor einem Jahr von ihm verlangte, Volksheld Raúl auszumustern. Angeblich war es nur Capellos Trainerkünsten zu verdanken, dass sich Raúl von seinem Tief erholte und heute wieder volle Leistung bringt.

Dass Capello bald David Beckham trainieren soll, ist ein anderer Witz der Fußball-Geschichte. Denn ausgerechnet ihn hatte Capello bei Real tatsächlich ausgemustert, nachdem Becks bei den LA Galaxy unterschrieben hatte. Nur ausgedehnte Pfeifkonzerte bei den indiskutabel schlechten Heimspielen Reals konnten den kantigen Italiener bewegen, Beckham wieder aufzustellen. Es war sicher keine Sternstunde in Capellos ansonsten ansehnlicher Trainer-Laufbahn.

So loben denn auch alle Befragten die Entscheidung, den englischen Fußball mit Capellos Hilfe auf Titelkurs zur WM 1010 in Südafrika zu bringen. Becks dürfte dann schon zu alt sein, Wayne Rooney, den Capello angeblich sehr schätzt, Kapitän der Nationalelf.

Capello schätzt den englischen Fussball

Vor allem die Spielweise und Fußball-Philosophie der Engländer dürfte Capello schätzen, der nach englischen Presseberichten zuletzt von den vielen Schwalben und Theatereinlagen der Spieler in der spanischen Primera División angewidert war und die gerade und faire Art der Engländer schätzt.

Und noch eine andere Chemie passt genau: Capellos Vereinsmannschaften haben genau wie das englische Nationalteam nie schönen Fußball gespielt – vielleicht kicken die Briten demnächst ja dann wenigstens erfolgreich.