Bushido: Gemeinsame Sache mit Mafia-Bande?

Der ‚Stern‘ gibt in seiner neuen Titelstory preis, der Star-Musiker habe seinem Freund und Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker, Anführer eines proklamierten Mafia-Clans, die Vollmacht über sein gesamtes Vermögen erteilt. Ein entsprechendes notariell beglaubigtes Dokument, das sogar über den Tod des gebürtigen Bonners hinausgeht, liegt dem Magazin vor. Demnach könnte Abou-Chaker Bushidos Besitztümer zudem beliebig – auch an sich selbst – verschenken.

Nach dem von Bushido (bürgerlich: Anis Mohamed Youssef Ferchichi) unterzeichneten Dokument bewilligt der Rapper dem Kumpanen, „jede Rechtshandlung, welche ich selbst vornehmen könnte und bei welcher Stellvertretung gesetzlich zugelassen ist, für mich und in meinem Namen mit rechtsverbindlicher Kraft vorzunehmen.“

Wie die Publikation weiter offenbart, gehöre Abou-Chaker zum „harten Kern“ einer Großfamilie in Berlin – ursprünglich Palästinenser aus dem Libanon – und agiert zusammen mit dieser nach Aussage des Berliner Oberstaatsanwalt Jörg Raupach „im Milieu der organisierten Kriminalität“. Er ergänzt: „Mafiöse Strukturen sind hier eindeutig vorhanden und gerichtlich festgestellt worden.“ Das Berliner Landeskriminalamt sehe Anis Ferchichi dem Artikel zufoge als Teil dieser Organisation.

Das Unternehmen der Abou-Chakers sei im Im- und Export tätig und handle mit exklusiven Babyartikeln, mit seltenen Tieren, Filmen, Mode-Accessoires, Fan-Artikeln, mit Immobilien und auch mit den Tonträgern von Bushido.