Burgos-Krawalle in ganz Spanien, Behörde knickt ein! “Straßenbau gestoppt”

Wie Medien am Samstag unter Berufung auf die Behörden bilanzierten, wurden am späten Freitagabend bei Protesten in mehreren Städten rund 20 Menschen festgenommen. Nun sollen die Pläne für den acht Millionen Euro teuren Bau eines Boulevards in der Stadt Burgos zu den Akten gelegt werden.

Der Bürgermeister der nordspanischen Stadt Burgos, Javier Lacalle, sicherte noch in der Nacht unter dem Eindruck der seit einer Woche anhaltenden Demonstrationen die Einstellung seines Vorhabens zu. «Wir haben die Botschaft verstanden», sagte Lacalle. Das friedliche Zusammenleben der Bürger sei «viel wichtiger als jedes Bauvorhaben».

Die Proteste richteten sich dagegen, dass in Burgos ausgerechnet in Krisenzeiten acht Millionen Euro für die Umwandlung der Durchfahrtstraße Calle Victoria in einen Boulevard ausgegeben werden sollten. Die Gegner des Projekts klagten, dass es viele Kürzungen in der Gesundheitsversorgung und bei der Erziehung gebe und ein Kindergarten geschlossen werden solle, nur weil 13 000 Euro für die Instandsetzung des Gebäudes fehlten.

Seit einer Woche waren nicht nur in Burgos, sondern in Dutzenden von Städten in ganz Spanien Tausende Menschen aus Protest gegen den Umbau auf die Straßen gegangen. Zerstörungen, Zusammenstöße sowie Festnahmen habe es am Freitag unter anderem wieder in Burgos, Madrid, Barcelona, Valencia und Zaragoza gegeben, berichteten Medien.