Bravo, Peter Maffay! Gewalt gibt er keine Chance! “Politisch unkorrekt? Nein, danke!”

Der altgediente deutsche Musiker (‚Die Zeit hält nur in Träumen an‘) arbeitete letztes Jahr mit den Rappern Sido und Bushido zusammen, musste aber die Kooperation schließlich aus Gewissensgründen beenden. „Ich fand es zunächst gut von Bushido, dass er sich von der Gewalt distanziert hat. Er hat aber der Ankündigung keine konkreten Taten folgen lassen: Etwa künftig auf Gewalt in Videos und Songs zu verzichten. Da gehen seine und meine Position weit auseinander. Ich kann mich nicht für eine Stiftung für traumatisierte Kinder engagieren und dann Gewalt tolerieren“, erklärte der Rocker im Interview mit ‚ksta.de‘.

Trotzdem sieht der Star dieses Projekt nicht als Fehltritt: „Ein Fehler war es nicht, sondern ein Versuch, der nicht ganz funktioniert hat. Wir haben es probiert, aber die Chance verpasst, etwas Gutes draus zu machen.“

Dass Bushido im Nachhinein sagte, er sei nun mal politisch unkorrekt, kann Peter Maffay nicht nachvollziehen: „Was soll das heißen? Politisch unkorrekt? Es geht doch bei der Diskussion um Gewalt in der Gesellschaft. Darum, ob wir Kindern Gewalt in Videos zumuten und sie so dazu animieren, später selbst jemanden umzulegen“, so der Künstler. Genau gegen diese Einstellungen soll seine Stiftung ‚Tabaluga‘ arbeiten: „‚Tabaluga‘ steht für Werte wie Toleranz, und solche Werte fehlen in unserer Welt. Die Welt driftet auseinander. Deutsche Soldaten stehen in Afghanistan, auch bei uns gibt es Korruption. Kinder, aber auch Erwachsene benötigen ein bisschen Orientierung. ‚Tabaluga‘ kann im bescheidenen Maß solche Dinge transportieren“, will Peter Maffay kommunizieren.