Stefan Raab war recht verwundert: „Wer hätte gedacht, dass Fans von Mittelaltermusik so eifrig zum Telefon greifen.“, witzelte er. Obwohl Subway to Sally musikalisch gesehen eher eine Mischung aus Glamrock und Rammstein darstellt.

8500 Zuschauer in der ausverkauften TUI Arena in Hannover und bis zu 2,38 Millionen vor den Bildschirmen waren Zeugen des spannenden Kopf-an-Kopf-Rennens.

Beim Sieger flossen direkt nach der Show Freudentränen. Band, Familie und Freunde lagen sich einfach nur noch in den Armen. „Das gibt es nicht, ich kann es gar nicht glauben“, staunte Frontmann Erik Fish und freute sich mächtig: „Das ist ein riesiger Erfolg, der zeigt, wie beliebt unsere Art Musik in Deutschland ist.“ 

Zweitplatzierter Clueso ist trotzdem happy

Keine Tränen wollte Clueso über seinen zweiten Platz vergießen: „Die Freude überwiegt. Nur ein Punkt Unterschied ist am Ende zwar hart, aber ich gönne Subway to Sally den Titel. Es ist toll, dass es hier Raum für so vielfältige Stilrichtungen gibt.“

Es war der Abend der Überraschungen, aber auch der Abend der neuen Bundesländer: Mit Subway to Sally und Clueso landeren zwei Außenseiter ganz weit oben. Auch Platz drei ging mit Down Below aus Sachsen-Anhalt an eine Band aus Ostdeutschland.

Der „Bundesvision Song Contest“ wird 2009 demnach in Brandenburg steigen. Nach einer geeigneten Halle muss in Potsdam oder Umgebung aber erst noch gesucht werden. „Kein Problem“, flachste Stefan Raab: „Da werden wir schon was finden. Notfalls gehen wir eben zu Günther Jauch in die Bude“.