Botschaft aus Madrid: “Wir glauben alle an einen Gott”

"Wir alle glauben an einen Gott", sagte Abdallah in seiner Eröffnungsrede zu dem dreitägigen Treffen. Religionen sollten ein Mittel zur Beseitigung von Differenzen sein und dürften nicht immer neue Streits hervorbringen. 

Laut Abdallah sind gesellschaftliche Probleme wie Terrorismus, die Zerstörung von Familien und die Ausbeutung der Schwachen das Ergebnis einer "spirituellen Leere". Bislang seien alle Dialogversuche zwischen den Glaubensrichtungen gescheitert, sagte Abdallah. Er forderte einen "konstruktiven Dialog" zur Eröffnung eines neuen Kapitels der Versöhnung.

Was aber ist das wahre Problem? Die Zerstörung der Familie im traditionellen Sinn? Oder dieses Familienverständnis selbst? Vor allem die Situation der Frauen in Saudi-Arabien ist häufig Gegenstand von Protesten vieler Menschenrechtsorganisationen in der ganzen Welt.

Die Konferenz in der Nähe von Madrid wurde auf Abdallahs Initiative hin von der Muslimischen Weltliga organisiert. In Saudi-Arabien befinden sich in Mekka und Medina zwei der heiligsten Stätten des Islam.

Unter den rund 200 Teilnehmern der Konferenz sind mehrere führende Vertreter der Weltregionen, wie der Generalsekretär des Jüdischen Weltkongresses Michael Schneider und Kardinal Jean-Louis Tauran, der beim Vatikan zuständig ist für den Dialog mit der muslimischen Welt.

Die Teilnehmer werden hinter geschlossenen Türen tagen, am Freitag soll eine Abschlusserklärung veröffentlicht werden.

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