Borussia Dortmund: Reus und Klopp zu Real Madrid? “30 Millionen Ablöse, Ancelotti wackelt”

Reus hatte zwar seinen Vertrag bei der Borussia im Februar verlängert, aber ob er wirklich bis 2019 bleiben will – jetzt wo Kloppo weg geht? Nicht wenige Beobachter glauben, dass Reus auch wegen Klopp bei der Borussia verlängert hatte.

Fakt ist auch, dass Dortmund in der kommenden Saison nicht wieder die Champions League spielen wird. In der Bundesliga steht das Team einfach viel zu schlecht da. Und Reus hatte schon die Weltmeisterschaft in Brasilien wegen einer Verletzung verpasst. Die Frage ist: Wie viele Gelegenheiten will sich Reus noch entgehen lassen, um international zu glänzen?

Beste Kontakte zu Real

Wie die Zeitung “AS” aus Spanien berichtet, ist Real Madrid deshalb erneut an Reus dran. Schon vor Februar war er dort als sicherer Neuzugang gehandelt worden. Von Vorteil ist, so die AS, dass Reus denselben Spieleragenten habe wie Toni Kroos. Die Kontakte sind also bestens. Wie die AS schreibt, gab es in der vergangenen Woche Kontakte zwischen beiden Seiten. Demnach bietet Real eine Ablöse von 30 Millionen Euro. So teuer wäre Reus auch vor seiner erneuten Unterschrift in Dortmund gewesen.

Klopp selbst hatte zuletzt zugegeben, dass es ihn eigentlich wundere, noch immer mit Reus spielen zu können. Die AS zitiert Klopp mit den folgenden Worten: “Ein Fußballer von seinem Format, und eingedenk der finanziellen Situation des Clubs … normal wäre es gewesen, wenn er die Borussia verlassen hätte.” Und in Madrid spekuliert man darauf: Was nicht ist, kann ja noch werden. Selbst Klopp war dort lange ein Thema. Fakt ist: Sollte Real in der Champions League gegen Atletico ausscheiden, wäre das auch das vermutliche Aus für Trainer Carlos Ancelotti. Und Klopp wäre wieder im Gespräch. Zusammen mit Reus?

Modric, Bale, Benzema kaputt: Alarmglocken schrillen

Zumal bei Real vor dem Match gegen Atletico Madrid am Mittwoch erneut die Alarmglocken schrillen: Luka Modric fällt mit einer Bänderdehnung im Knie erneut wochenlang aus, Gareth Bale ist mit einer Wadenzerrung fraglich, Karim Benzema scheint ebenfalls auszufallen, ihn schmerzt das Knie. Dazu ist Marcelo wegen zu vieler gelber Karten gesperrt. Und Alternativen sind kaum in Sicht, die Spielerdecke bei Real Madrid ist deutlich dünner als allgemein angenommen wird. Reus könnte also sofort spielen, von einem langen Dasein als Bankdrücker wäre keine Rede. Auch hier das beste Beispiel: Toni Kroos. Der Deutsche wurde als Balleroberer und Ballverteiler im königlichen Mittelfeld auf Anhieb Stammspieler, ist unverzichtbar und hat aktuell die meisten Spielminuten aller Kicker bei Real auf dem Konto. Noch vor den Superstars Cristiano Ronaldo, Gareth Bale, James, Sergio Ramos oder Iker Casillas.

Um das 0-0 aus dem Hinspiel wettzumachen, muss sich Trainer Carlo Ancelotti also etwas einfallen lassen. Zu rechnen ist mit James und Isco von Anfang an, in der Attacke liegt die Verantwortung wie immer auf Cristiano Ronaldo. Wer neben ihm stürmen wird, ist die große Frage. Sollten Benzema und Bale tatsächlich ausfallen, könnten Chicharito und/oder Jesé zum Einsatz kommen. Ebenbürtig wären sie allerdings kaum. Ein Marco Reus würde da jetzt schon wie die Faust aufs Auge passen. Aber der Borusse muss die Champions League vom Sofa in Dortmund aus verfolgen. Ob er sich das noch lange antun will?