Bombe im Auto: Leibwächter schwer verletzt

Der Anschlag trage die Handschrift der Untergrundorganisation ETA, sagte ein Sprecher des baskischen Innenministeriums. Die Tat erfolgte wenige Tage nach der Festnahme fast der kompletten Führungsriege der Batasuna-Partei, dem politischen Arm der ETA. Der Anschlag ereignete sich in Bilbao. Der von dem Leibwächter eigentlich geschützte Politiker war nicht vor Ort, weil er im Urlaub ist.

Dem baskischen Innenministerium zufolge detonierte das Auto des 36-jährigen Leibwächters. Er erlitt Ärzten zufolge schwere Verbrennungen im Gesicht, am Rücken und an der rechten Hand. Außerdem habe er sich die rechte Schulter gebrochen, sei jedoch bei Bewusstsein und atme. Am Donnerstagabend waren 23 ranghohe Batasuna-Mitglieder bei einem Geheimtreffen in der Stadt Segura festgenommen worden. Ein noch freies Mitglied der Partei hatte danach die Regierung in Madrid vor einer Gewaltspirale gewarnt und die Festnahmen als „Kriegserklärung“ bezeichnet.

Aus Angst vor neuen Anschlägen der ETA verstärkte der spanische Innenminister Alfredo Perez Rubalcaba die Sicherheitsvorkehrungen für den Nationalfeiertag am Freitag. In Madrid stünden die Sicherheitskräfte während

einer Militärparade unter besonderer Alarmbereitschaft, erklärte er am Dienstag. An der Parade sollen auch Spaniens König Juan Carlos und Regierungschef José Zapatero teilnehmen. Die ETA kämpft seit fast 40 Jahren

gewaltsam für ein unabhängiges Baskenland und soll für den Tod von mehr als 800 Menschen verantwortlich sein.