Hamburg/Berlin (ots) –

Rechtzeitig mit der ersten Architekturspezifikation des GAIA-X-Projektes zum Aufbau einer eigenen europäischen Dateninfrastruktur hat auch der DIN-Arbeitskreis Records Management nach knapp zweijähriger Arbeit die Technische Spezifikation (TS) 31648 des Deutschen Instituts für Normung (DIN) fertiggestellt. Der Arbeitskreis formuliert dort Standards zum Beispiel zur Beweiswerterhaltung kryptographisch signierter Dokumente, wie in der DIN-Norm 31647 festgelegt. Die jüngst veröffentlichte DIN-TS 31648 definiert die Kriterien – und damit einen der ersten Standards – für vertrauenswürdige Transaktionen in Systemen, die auf Blockchain-Technologie (DLT – Distributed-Ledger-Technologie) aufbauen. Der Arbeitskreis wird von Vertretern aus Wirtschaft, Verbänden und Institutionen wie dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gebildet. Das Hamburger IT-Unternehmen Deepshore ist auf Compliance-Themen spezialisiert und hat sein Spezial-Know-how in den Standard eingebracht.

“Wir haben unsere technische und praktische Erfahrung zur Abbildung von Compliance-Anforderungen mit Hilfe verteilter Technologien in die neue DIN-Spezifikation eingebracht”, sagt Michael Brünker, CTO der Deepshore GmbH. Das von Deepshore entwickelte Blockchain-basierte Cloud Native Archive erfülle bereits die Aspekte einer DSGVO- oder GoBD-Compliance und bewähre sich in der Praxis. So konnten die 2019 entwickelten grundlegenden Konzepte und Verfahren nun durch den DIN-Arbeitskreis genutzt werden. Diese wurden zuvor im Rahmen einer Forschungs- und Entwicklungskooperation u. a. mit dem Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik – einem außeruniversitären, interdisziplinären Forschungsinstitut für angewandte Mathematik und datenintensives High-Performance-Computing aus Berlin – erarbeitet. Teile dieser Grundlagen sind bereits als Whitepaper veröffentlicht worden (PRIVATE BLOCKCHAIN: WAS GILT ES BEIM AUFBAU ZU BEACHTEN? (https://deepshore.de/user/pages/02.knowledge/Deepshore_White-Paper_Private-Blockchain_DE.pdf?g-d8ff3b42)) und flossen nun in die Modellierung der neuen DIN-Spezifikationen ein.

Die Hinzunahme von Beweiswerterhaltung macht DLT-Technologie nun in nahezu allen Compliance-Umgebungen einsetzbar. Die DIN-TS 31648 schafft hierfür die Basis und definiert Anforderungen an Nachweispflichten und Sicherheitsaspekte, um Beweiswerterhaltung sicherzustellen. “Wir sehen uns hier im Einsatz von verteilten Open-Source-Technologien in Compliance-Umfeldern bestätigt, denn mit Lösungen wie unserem eigenen Cloud Native Archive können wir die Vorteile von Blockchain und anderen verteilten Technologien kombinieren”, sagt Florian Boldt, Head of Operations and Data Logistics bei Deepshore und Vertreter im DIN-Arbeitskreis Records Managment. Die Vermeidung unnötig teurer monolithischer Compliance-Lösungen, ohne dabei in ein Cloud Vendor Lock-In zu laufen, gehören dabei zur DNA der Deepshore-Lösungen. Zusammen mit den Produkten des Deepshore-Partners nextevolution ist bereits heute eine bis zum Storage vollständig revisionssichere SAP-Archivierung verfügbar. Deren Container-Deployment ist bislang das einzige verfügbare im OpenShift-Container-Ecosystem für SAP-Anwendungsfälle.

Das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN) ist die unabhängige Plattform für Normung und Standardisierung in Deutschland und weltweit. Als Partner von Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft trägt DIN wesentlich dazu bei, die Marktfähigkeit von innovativen Lösungen durch Standardisierung zu unterstützen – sei es in Themenfeldern rund um die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft oder im Rahmen von Forschungsprojekten. Rund 36.000 Experten aus Wirtschaft und Forschung, von Verbraucherseite und der öffentlichen Hand bringen ihr Fachwissen in den Normungsprozess ein, den DIN als privatwirtschaftlich organisierter Projektmanager steuert. Die Ergebnisse sind marktgerechte Normen und Standards, die den weltweiten Handel fördern und der Rationalisierung, der Qualitätssicherung, dem Schutz der Gesellschaft und Umwelt sowie der Sicherheit und Verständigung dienen.

Die Deepshore GmbH mit Sitz in Hamburg und Berlin versteht sich als Brainpool und Entwicklungszentrum für neue Konzepte und Lösungen im Zukunftssegment der verteilten Netze und Applikationen. Mit diesem Horizont bereiten wir den Weg für Compliance-Anwendungen in virtuellen Infrastrukturen wie der Cloud. Über wegweisende Konzepte gelangen wir zu praxistauglichen Standards und Anwendungen, die wir gemeinsam mit unserem strategischen Partner nextevolution zu Highend-Businesslösungen weiterentwickeln. Deepshore und das auf angewandte Mathematik und High-Performance-Computing ausgerichtete Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin (Zuse-Institut Berlin, ZIB) unterhalten eine Forschungskooperation, deren Ziel die Entwicklung völlig neuer IT-Infrastrukturen ist, in denen erstmals Blockchain- und Big-Data-Technologien zusammengeführt werden. Die Kooperation wird durch die Bundesregierung gefördert und soll die Zukunft der IT von großen und kleinen Unternehmen nachhaltig verändern. Deepshore ist Mitglied der europäischen Cloudinitiative GAIA-X. Mehr unter www.deepshore.de

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