Bitumen-Kartell: Geldbußen von 183 Mio. Euro

Die betreffenden Unternehmen hatten von 1991 bis 2002 den Markt für Straßenbaubitumen aufgeteilt und die Bitumenpreise abgesprochen. BP wurde die Geldbuße auf der Grundlage der Kronzeugenregelung der Kommission aus dem Jahr 2002 erlassen, weil es als erstes Unternehmen Informationen über das Kartell lieferte. 

Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes sagte hierzu: „Wir können nicht hinnehmen, dass in Spanien die Kunden, öffentlichen Behörden und Steuerzahler von diesen Unternehmen, die den Markt für Straßenbaubitumen untereinander aufgeteilt hatten, fast 12 Jahre lang betrogen wurden. Die Kommission wird ein derartiges rechtswidriges Verhalten von Unternehmen, die ihre Kunden hintergehen, nicht tolerieren und auch künftig harte Strafen verhängen“.

Bitumen ist ein Nebenprodukt, das bei der Öldestillation gewonnen wird. Es wird vorwiegend als Bindemittel zur Herstellung von Asphalt verwendet. In der Entscheidung geht es um Bitumen, das im Straßenbau verwendet und nicht weiter verarbeitet wird.Der Wert des spanischen Markts für Bitumen betrug im Jahr 2001, dem letzten vollen Jahr der beinahe zwölf Jahre andauernden Zuwiderhandlung, rund 286 Mio. EUR.