Bayern München: Gareth Bale futsch, Financial Fair Play kippt, City und PSG jubeln! “100 Millionen sind zu wenig”

Denn jetzt kann der ungeliebte Star von Real Madrid auf sensationelle Angebote aus England, Frankreich und Italien hoffen. Oder will Real immer noch am Waliser festhalten, der in der laufenden Saison vor allem mit Apathie und Ladehemmung glänzte?

UEFA-Boss Michel Platini hatte zuletzt angekündigt, darüber nachzudenken, die bisher geltenden Regelungen des Financial Fair Play zu lockern. Laut der englischen Presse ist das aber schon beschlossene Sache.

Demnach können künftig Clubs neue Spieler oder Investitionen aus den Händen ihrer Mäzene als Geschenke annehmen. Hauptsache, sie tauchen nicht als Darlehen in den Büchern der Clubs auf. So war es ja lange Zeit gelaufen: Die Besitzer hatten ihren Clubs Spieler gekauft, sie dem Club aber nicht geschenkt, sondern nur auf Darlehensbasis überlassen. Am Ende war der Sponsor weg – und der Club saß auf seinen Schulden.

Gericht kassiert FFP sowieso

Fakt ist, dass demnächst einige Gerichts-Urteile zum Thema Financial Fair Play anstehen, es wird damit gerechnet, dass das Financial Fair Play ohnehin rechtswidrig ist. Wieso sollte man auch Unternehmen in einem freien Land vorschreiben dürfen, wie viel Geld sie in ihr Personal stecken dürfen? Oder wie viel Geld Mäzene in ihre Hobbies stecken dürfen …

Am Ende lief das Financial Fair Play vielleicht doch nur darauf hinaus, dass die großen Clubs groß bleiben wollten – auf Kosten der kleinen Clubs, die eben klein bleiben sollten. Auch wenn sie hoch hinaus wollten und sogar das Geld dafür aufgetrieben hatten – sie PSG oder Manchester City.

Buchführung egal

Fakt ist: Manchester City und Paris Saint Germain dürften sich jetzt freuen. Ihnen stehen künftig viele hundert Millionen Euro für Spieler zur Verfügung. Ihre Besitzer können es sich leisten, Spieler zu holen, die sie in ihren Stadien sehen wollen. Ob die sich im Sinne einer modernen Buchführung jemals amortisieren, kann den Ölbesitzern aus Tausend und einer Nacht egal sein.

Erster Kandidat scheint Gareth Bale von Real Madrid zu sein, wie die Zeitung “Daily Mail” aus England schreibt. Mit 100 Millionen, die Bayern München an flüssigem Kapital nachgesagt werden, dürften sich die Scheichs aus Manchester wohl nicht abgeben. Und Real Madrid könnte Kasse machen.

Neureiche Club jubeln

Fakt ist, dass mit dem Kippen des Financial Fair Play eine kleine Revolution im europäischen Fußball folgen könnte. Ist die große Zeit des großen FC Bayern, der sich Jahre lang damit rühmte, wirtschaftlich solide und vorbildlich zu arbeiten, am Ende schneller vorbei als gedacht? Das muss nicht sein.

Aber neureiche Clubs können jetzt wieder besser investieren als bislang. Und Bale kann sich aussuchen, wo er mehr Geld verdienen kann als bisher. Als einzige Optionen zu Real Madrid stehen jetzt nicht mehr nur Bayern, Manchester United oder der FC Barcelona zur Verfügung. Sondern viele andere Clubs, die auf der Suche nach Sponsoren fündig geworden sind.

Selbst der AC Mailand ist wieder im Rennen. Unter den geänderten Voraussetzungen dürfte es dem Traditionsclub leichter fallen, mit neuen Mäzenen wieder auf die Beine zu kommen. Die Zeitung “Daily Mail” geht davon aus, dass es vor allem Lobbyisten aus Italien waren, die Platini zum Umdenken bewegt haben.