Bayern München: Peinlicher Gesang für Pep Guardiola! “Viva España! Visca Catalunya?”

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Ob sie wussten, was sie da tun? Als tausende von Fans von Bayern München bei der großen Feier des Doubles auf dem Marienplatz, angefeuert per Megaphon durch den Animateur der Sause, das an sich unverdächtige Liedchen “Que Viva España” sangen, dachten sie möglicherweise ja, sie würden ihrem scheidenden Coach Pep Guardiola eine Freude bereiten.

Allein, Pep wird sich seinen Teil gedacht haben. Denn so nett die Geste ja gemeint sein mochte, so wenig einfühlsam war sie andererseits. Weil Guardiola in seinem Selbstverständnis ja gar kein Spanier ist. Sondern Katalane. Man muss dazu vielleicht einmal ein Spiel zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona live im Stadion erlebt haben. Während die Fans von Barca, wo Pep vier Jahre lang Cheftrainer war, die spanische Hymne gnadenlos auspfeifen, trällern die Fans von Real den “imperialen Marsch” inbrünstig mit. Und als Schmähgesang auf Barca, das sich im Norden der iberischen Halbinsel als Plattform für die Unabhängigkeitsbewegung Kataloniens positioniert, singen sie … Que Viva España. Es lebe Spanien. Und eben nicht Katalonien.

War der Abschiedsgesang, Que Viva España, vielleicht am Ende sogar eine subtile Form der Rache an Guardiola?

Alles in allem wohl ein Missverständnis mehr zwischen dem ballverliebten Trainer und seinem Ex-Club, wo man vor allem Titel liebt. Und der in der Vergangenheit dafür berühmt (und berüchtigt) war, eher schlecht zu spielen, dafür aber zu gewinnen. Vor allem in der Champions League lief es unter Pep aber genau umgekehrt. Die Bayern spielten meistens gut, manchmal sogar brillant, gewannen aber nie. In den vergangenen drei Jahren schieden die Bayern unter Pep so dreimal im Halbfinale aus, zuletzt gegen das zuvor nicht immer respektvoll behandelte Atletico Madrid. Davor gegen Barca. Davor gegen Real. Ein Hattrick der besonderen Sorte. War der Abschiedsgesang, Que Viva España, vielleicht am Ende sogar eine subtile Form der Rache an Guardiola?

Wie auch immer: Pep Guardiola ist bereits längst Geschichte bei den Bayern. Dafür lebt er derzeit umso prominenter in den englischen Zeitungen. Die feiern schon jetzt das Duell zwischen Manchester City, Peps neuem Club, und Manchester United. Dort wird am Dienstag José Mourinho als neuer Boss präsentiert. Für ihn musste Louis van Gaal gehen, ebenfalls ein alter Bekannter in München.

Dass Mourinho jetzt bei United arbeitet, hat auch direkte Auswirkungen auf Real Madrid. Kaum zu glauben jedenfalls, dass Mourinho seinen Keeper David de Gea gehen lässt, der seit zwei Jahren von Real umworben wird. Außerdem wird damit gerechnet, dass Mourinho Reals Verteidiger Raphael Varane abwerben wird. Und vielleicht sogar James. Denn der Kolumbianer und Mourinho haben allerbeste Kontakte, beiden teilen sich (mit einigern anderen Kickern) den Berater Jorge Mendes. Nicht unwahrscheinlich also, dass es Gespräche geben wird. Wie die Zeitung “Daily Mail” berichtet, soll Mourinho über 250 Millionen Euro verfügen, um wenigstens sechs neue Stars zu holen. Im Gespräch ist auch Paul Pogba von Juventus Turin, den auch Real Madrid gerne hätte. Wie es aussieht, hat Mourinho aber ein bisschen mehr Geld in der Kriegskasse als Real. Allerdings ist da jetzt ja auch noch Pep, dem Manchester City jetzt, wo Mourinho bei United ist, wohl noch mehr Spieler schenken wird als ohnehin geplant. Schließlich wird das Duell zwischen Mou und Pep jetzt nicht mehr in Spanien, sondern in England ausgetragen. Mehr noch, in einer Stadt. Nicht München, nicht Madrid, nicht Barcelona. Manchester.

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