Barcelona – ein Mekka für die weltweite Schwulengemeinde

Homosexuelle werden zur wichtigen Touristengruppe

Im vergangenen Jahr reisten 150.000 Trans-, Homo- und Bisexuelle allein aus Europa in die katalanische Hauptstadt. Inzwischen ist diese Touristengruppe zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden.

Der Großteil der Besucher sind homosexuelle Männer, die im Durchschnitt 60 Euro mehr für ihren Urlaub ausgeben, weil sie ohne Kinder reisen und meist auch über ein höheres Einkommen verfügen als Frauen und Familien.

Entsprechend werden in der Stadt viele Veranstaltungen für Homosexuelle angeboten. Generell wird hier sehr offen mit dem Thema Homosexualität umgegangen, ähnlich auch wie in Madrid. In der spanischen Hauptstadt gibt es mittlerweile neben Chueca mehrere weitere Wohnviertel, die bevorzugt von der Schwulengemeine aufgesucht werden.

Barcelona auch als Heiratsort beliebt

Barcelona ist derweil auch zu einem beliebten Ort für Eheschließungen unter Gleichgeschlechtlichen geworden, die in deren Heimatländern meist nicht möglich sind. Nach Angaben des Standesamtes werden fast wöchentlich Trauungen von ausländischen homosexuellen Paaren vorgenommen, die anschließend auch ihre Flitterwochen in Barcelona verbringen.

Zu diesem Zweck macht man am besten einen Abstecher an den nahe gelegenen Badeort Sitges, der bereits seit Jahrzehnten als beliebtes Urlaubsziel der Gay-Szene gilt.