Barcelona: Das Chaos geht weiter, es hagelt Proteste

Obwohl Sprecher des Bahnkonzerns angekündigt hatten, so schnell wie möglich wieder Normalität über einen Ersatzplan herzustellen, sind die Kunden nicht zufrieden. Zu viele Chaostage hat Barcelona in diesem Jahr bereits hinnehmen müssen, man denke nur an den tagelangen Stromausfall in großen Teilen der Stadt im letzten Sommer. 

Am Montag versammelten sich nach Angaben der Polizei etwa 900 Demonstranten auf der Plaza Sant Jaume, um ihrem Ärger Luft zu machen. In erster Linie forderten sie den Rücktritt der Verkehrsministerin Magdalena Álvarez sowie eine Verbesserung der Verkehrslage. Jedoch war die Protestaktion nicht sonderlich gut organisiert. Die verschiedenen Gruppen waren viel mehr damit beschäftigt, sich gegenseitig zu beschimpfen, als geschlossen für die Verbesserung der Verkehrslage aufzutreten. Auch vom eigentlichen Thema war man zwischenzeitlich abgekommen, da einigen Demonstranten einfiel, doch lieber wieder einmal für ein „unabhängiges Katalonien“ zu protestieren, Akte, die sich in letzter Zeit häufen. 

Obwohl die Situation sehr spannungsgeladen war, wurde der Protest ohne große Vorkommnisse beendet. Allerdings auch ohne einen wesentlichen Erfolg, was das eigentliche Anliegen betrifft.