Barça – Real: Countdown für den Klassiker der Klassiker

Das Training in Barcelona am Donnerstag lässt folgende Schlüsse zu: Auflaufen werden Puyol, Milito,  Xavi, Gudjohnsen, Iniesta, Giovani und Etoo – aber wohl kaum Ronaldinho und Deco. Glaubt man wenigstens den taktischen Spielchen, die Trainer Frank Rijkaard ausprobieren ließ.

Bei Real Madrid steht ein dickes Fragezeichen hinter Spiellenker Guti, der seit zwei Wochen die Gunst seines Trainers Bernd Schuster scheinbar verloren hat. Warum weiß niemand.

Aber vor den Kickern streiten sich erst einmal die Präsidenten.  „Wir spielen einfach besser“, so Barça-Chef Joan Laporta (Bild, links), „und deshalb gewinnen wir auch“. „Nix da“, erwiderte Real-Boss Ramon Calderón, „wir gewinnen mit 3-1″.

Laporta machte seinen Spieler mächtig Druck: „Wie das Spiel ausgeht, ist enorm wichtig für unsere Fans. Es geht darum, in welchem Gemütszustand wir Weihnachten feiern können oder nicht.“ Die Logik des Präsidenten ist einfach: Weil das Spiel in Barcelona stattfindet und die Mannschaft gewinnen muss, kann sie ja nur gewinnen. Laporta: „Wir müssen den Abstand zu Madrid verkürzen. Wir müssen sie einfach schlagen, dann sind alle zufrieden.“

In der Tat scheint kaum vorstellbar, wie die Katalanen Weihnachten überstehen sollten beim Anblick der Liga-Tabelle samt einem enteilten Real Madrid. Die Hauptstädter reisen mit vier Punkten Vorsprung an, ein Sieg würde sie sieben Zähler vor Barça überwintern lassen. Schlimm genug, dass Real, egal wie das Spiel ausgeht, als Tabellenführer ins neue Jahr gehen wird. Kaum vorstellbar auch, dass Laporta eine Niederlage akzeptieren würde.