Barca-Präsident poltert auf Buchmesse

Joan Laporta, allmächtiger Präsident des FC Barcelona, machte zu Besuch auf der Buchmesse mit einer immerhin originellen Idee auf sich aufmerksam.

Sollte sein geliebtes Katalan in Zukunft nicht die ihm gebührende Achtung erfahren, so der Geschäftsmann, der jährlich Millionen in seinen Club steckt, werde er die „Katalanische Republik von Barcelona“ ausrufen.

Laporta wies vor dem Buchmessen-Publikum darauf hin, dass in seinem Verein Katalan die offizielle Sprache sei und man immer nationale Initiativen gefördert habe, etwa die Durchsetzung der Internet-Domäne „.cat.“ Der FC Barcelona verfügt laut Laporta über rund 100 Millionen Anhängern weltweit, und sie alle könnten die Vereinshymne, selbstverständlich auf Katalan, mitsingen.

Zuletzt war Laporta aufgefallen, als er den Spielern des FC Barcelona ans Herz gelegt hatte, sich nicht allzu sehr für ihre Nationalmannschaften einzusetzen, schon gar nicht für die spanische. Sie sollten vielmehr daran danken, dass es der FC Barcelona – also er selbst – sei, der sie bezahle. Die Barca-Spieler Xavi, Puyol, Iniesta und Valdés hatten ihm darauf geantwortet, dass sie stolz darauf seien, das spanische Trikot zu tragen und alles dafür geben würden.

Die Frankfurter Buchmesse, weltweit größte Bücherschau, dauert noch bis Sonntag. Ehrengast ist Katalonien, die wirtschaftsstärkste Region Spaniens. Allein in Barcelona sind mehr als 200 Verlage beheimatet.

Foto: Wikipedia