Auswärtiges Amt: Spanien ist nach wie vor ein sicheres Land

Da es sich bei dem Anschlag in der Nacht zum Dienstag lediglich um eine “kleinere Bombe” gehandelt hat, wie die Ermittler feststellten, sei niemand verletzt worden. Spanien gilt deshalb nach wie vor als “sicheres Land”.

Dennoch verweist das Auswärtige Amt auf seiner Website ausdrücklich auf die generelle Gefahr hin, die von der baskischen Untergrundorganisation ETA und islamistischen Terroristen in Spanien ausgeht:

“Die baskische Terrororganisation ETA hat in den letzten Monaten weitere Anschläge und Anschlagsversuche verübt. 

In ganz Spanien, auch in Tourismusregionen, ist mit weiteren terroristischen Aktivitäten der ETA zu rechnen. Das spanische Innenministerium hat daher verstärkte Sicherheitsmaßnahmen an belebten Plätzen und wichtigen Infrastruktureinrichtungen ergriffen.

Vor der Durchführung von Anschlägen auf touristische Ziele hat die ETA in der Regel die Sicherheitsbehörden gewarnt. Vor Anschlägen auf Repräsentanten des Staates oder der Sicherheitsbehörden wird hingegen in der Regel auch dann nicht gewarnt, wenn die Gefahr besteht, dass unbeteiligte Dritte zu Schaden kommen. 

Der ETA nahestehende Jugendliche zetteln vor allem im Baskenland immer wieder Straßenkrawalle an, bei denen auch Fahrzeuge Unbeteiligter zu Schaden kommen.

Am 11. März 2004 wurden islamistische Bombenattentate auf Vorortzüge in Madrid verübt, die 191 Menschen das Leben kosteten. Trotz erhöhter Aufmerksamkeit der Sicherheitsbehörden können weitere islamistisch motivierte Anschläge nicht ausgeschlossen werden.”

40 Jahre Kampf für die Unabhängigkeit des Baskenlandes

Seit fast 40 Jahren kämpft die ETA gewaltsam für die Unabhängigkeit des im Norden Spaniens gelegenen Baskenlandes. Dabei wurden mehr als 820 Menschen getötet. Die EU und die USA betrachten die ETA als Terrororganisation. 

Nach seiner Wiederwahl im Frühjahr nannte Spaniens Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero den Kampf gegen die ETA als einen der Schwerpunkte seiner zweiten Amtszeit. Während der ersten Legislaturperiode des Sozialisten waren Friedensgespräche mit der ETA gescheitert.

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