Ausländische Arbeitskräfte bis 2009 in Spanien unerwünscht

Nun will Spanien die Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte bis 2009 stoppen. 

In Spanien gebe es 2,5 Millionen Arbeitslose, da "scheint es nicht vernünftig, weiterhin Leute aus dem Ausland zu holen", erklärte Arbeits- und Immigrationsminister Celestino Corbacho am Mittwochabend. 

Die 80.000 Menschen, die in den kommenden Monaten einen Job in Spanien bekommen würden, sollten aus der Gruppe der Arbeitslosen kommen, fügte er hinzu. 

Im ersten Halbjahr 2008 waren rund 88.000 angeworbene Arbeitskräfte aus dem Ausland nach Spanien gekommen. 2007 waren es 200.000 gewesen, 2006 insgesamt 180.000.

Spanien hat Anwerbeabkommen mit einer Reihe von Staaten geschlossen, etwa mit Kolumbien und Ecuador, mit Marokko und Mauretanien, Polen und Bulgarien. Die spanische Wirtschaft schrumpft seit Monaten, Arbeitslosigkeit und Inflation steigen. 

Als weitere Maßnahme zahlt Spanien arbeitslosen Immigranten das ihnen zustehende Arbeitslosengeld in zwei Teilen aus, damit sie mit diesem Geld in ihre Heimatländer zurückkehren können.

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