Ausgangssperre in Spanien: Auswirkung auf die Gamingbranche

Leere Strände auf Mallorca. Bildquelle: Tommy_Rau / Pixabay.com

In Spanien herrscht eine sehr strenge Ausgangssperre in der Pandemie und derzeit sitzen die Spanier seit mehr als 40 Tagen in ihren Wohnungen und Häusern. Bisher hat fast die gesamte Bevölkerung die Anordnung der Regierung getragen und fand diese Strenge durchaus gut. Langsam kippt jedoch die Stimmung, was sicher auch der Anlass war, dass es langsam Lockerungen gibt. Doch was machen Spanier den ganzen Tag in ihren vier Wänden, wenn sie für die wichtigsten Besorgungen das Haus verlassen dürfen? Hier hat sich ein ganz klares Bild abgezeichnet und zum einen boomen die Online Casinos und zum anderen die Gamingbranche.

Die Spanier sind sehr einfallsreich

Trotz der langen und sehr strengen Ausgangssperre in Spanien lässt sich die Bevölkerung nicht unterkriegen. Die Menschen auf dem Land haben zwar recht einfach, da hier kaum kontrolliert wird. Die Städter hingegen müssen sich irgendwie die Zeit vertreiben. Dies geht natürlich am besten mit Spielen. Während in Almeria beispielsweise ein bekannter Sänger jedes Wochenende von der Dachterrasse Bingo mit dem Nachbarn spielt, nutzen andere die Gelegenheit und machen am Wochenende Party. Einer der Nachbarn stellt die Anlage auf den Balkon und die umliegenden Nachbarn setzen jede „Discobeleuchtung“ ein, die sie auftreiben können. So ist eine riesige Siedlungsdisco entstanden, die toll angenommen wird.

Doch nicht jeden Abend sind solche Spiele oder so ein nettes Zusammenkommen und die Spanier beschäftigen sich anderweitig. Handys und Computer oder Konsolen haben in Spanien einen ganz anderen Stellenwert als in Deutschland. Das Handy ist leider der wichtigste Babysitter und auch die Konsolen und PCs sind im Dauergebrauch. Dies wirkt sich natürlich auch auf die Gamingbranche aus, wie die Zahlen belegen.

Mehr als 20 Millionen Spieler gleichzeitig online

Steam, eine Vertriebsplattform für Software, Filme und Computerspiele, gab beispielsweise an, dass am 15. März zum ersten Mal über 20 Millionen Spieler gleichzeitig auf der Plattform online waren. Dies war der erste Tag der Ausgangssperre in Spanien, was bedeutet, dass auch Millionen von Spaniern Steam nutzen. Dabei wird die Plattform nicht nur für den Vertrieb von Spielen genutzt, auch bietet die Seite ein soziales Netzwerk an. Dieses wird von zahlreichen Personen genutzt, um ihre Kontakte zu pflegen. Wie in Italien auch ist die Zahl der Internetnutzung durch die Ausgangssperre auf mehr als 70 Prozent angestiegen – innerhalb von wenigen Tagen. Aus diesem Grund wurde Streaming Anbieter wie Netflix, Spotify und auch anderen Anbieter von der spanischen Regierung gebeten, die Qualität der Übertragung auf ein geringeres Niveau zu setzen.

E-Sport ist der Aufsteiger der Krise

Die Spanier lieben es Fußball zusammen in den Bars zu schauen. Nachdem es erst Geisterspiele gab, bevor die Spiele komplett abgebrochen wurden, war der E-Sport schon sehr beliebt. Durch die Ausgangssperre und die fehlenden Fußballspiele haben E-Sports Partien jedoch noch mehr an Bedeutung gewonnen. Dies zeigt sich beispielsweise an dem spanischen Derby zwischen Betis und dem FC Sevilla. Dabei waren in der Spitzenzeit knapp 60.000 Zuschauer dabei. Zudem war Ibai Llanos als Moderator am Start, der in der Regel bei der League of Legends als Shoutcaster aktiv ist. Dies zeigt aber auch, dass bei dem E-Sports-Derby die Zuschauerzahl deutlich höher war als in einem echten Derby.

Online Casinos – das Hoffen auf Glück

Auch Online Casinos gehören zu den Gewinnern der Ausgangssperre in Spanien. Viele werden auf das schnelle Glück hoffen, da die Wirtschaft erheblichen Schaden erleidet und viele Arbeitsplätze nach der Krise nicht mehr vorhanden sind. Nicht nur leovegas konnte dabei einen enormen Anstieg der Anmeldungen verzeichnen. Dies liegt auch daran, dass leovegas eine Vielzahl an Spielemöglichkeiten bietet, bei denen für jeden das Passende dabei ist.

Wer sich dann noch in den Casinos anmeldet, hat die Möglichkeit tolle Bonis zu erhalten, mit denen ein vollkommen risikoloses Spielen möglich ist. Klassiker wie Roulette, Blackjack oder auch Poker können gespielt werden, um einfach sein Glück ein wenig herauszufordern.

Anhand der Zahlen kann definitiv gesagt werden, dass die Gamingbranche wie auch Online Casinos ganz klar die Gewinner der Ausgangssperre in Spanien sind. Streamingdienste wie Netflix oder auch Spotify und sogar Amazon zählen jedoch auch zu den Gewinnern in der Krise, in der die regionale Wirtschaft am Boden liegt. Doch wie sich zeigt, macht Not auch erfinderisch und bietet somit auch die Chance sich komplett neu aufzustellen und möglicherweise einen neuen Weg zu gehen.

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