Aus Angst vor Krebs: Angelina Jolie lässt sich Brust abnehmen

Nachdem die 37-jährige Schauspielerin vor sechs Jahren ihre Mutter Marcheline Bertrand an Krebs verlor, hat sie sich nun entschieden, das Risiko, selbst an Brustkrebs zu erkranken, durch diese radikale Maßnahme zu senken. Wie Jolie in der ‚New York Times‘ enthüllt, wurde in ihrem Körper nämlich das sogenannte Brustkrebsgen 1 festgestellt, durch das eine 87-prozentige Chance darauf besteht, dass sie eines Tages der Krankheit zum Opfer fällt. Und auch das Risiko, dass sie an Eierstockkrebs – derselben Krebsart, an der auch ihre Mutter starb – erkrankt, liege bei 50 Prozent.

„Als ich erfuhr, dass dies meine Realität ist, entschied ich mich, aktiv zu werden und das Risiko so sehr es geht zu senken“, erklärt die Oscar-Preisträgerin, die mit ihrem Partner Brad Pitt sechs Kinder großzieht. „Ich entschied mich, eine prophylaktische doppelte Mastektomie vornehmen zu lassen. Ich habe mit meinen Brüsten angefangen, da das Risiko, dass ich Brustkrebs bekomme, höher ist als beim Eierstockkrebs, und da die Operation komplexer gewesen wäre.“

Den Eingriff nahm Jolie derweil klammheimlich vor. „Am 27. April habe ich die dreimonatige medizinische Prozedur abgeschlossen, die mit der Mastektomie verbunden waren. Während jener Zeit habe ich es geschafft, diese Angelegenheit privat zu halten und mit meiner Arbeit fortzufahren.“ Die Chancen, dass sie Brustkrebs entwickelt, lägen nun ledliglich bei fünf Prozent.

Zur beidseitigen Brustabnahme entschied sich die Hollywood-Schönheit derweil vor allem ihrem Nachwuchs zu liebe, wie sie betont. „Ich kann meinen Kindern jetzt sagen, dass sie keine Angst davor haben müssen, mich an Brustkrebs zu verlieren“, schreibt Jolie erleichtert.

Äußerlich habe sich indes nicht viel verändert. „[Meine Kinder] können ein paar kleine Narben sehen, aber das war’s. Ansonsten bin ich einfach Mama – die, die ich immer war.“

Für ihren Verlobten hat Jolie lobende Worte übrig: „Ich habe Glück, so einen Partner wie Brad Pitt zu haben, der liebevoll ist und mich unterstützt. An jeden, der eine Frau oder Freundin hat, die so etwas durchmacht: Seid euch bewusst, dass ihr ein sehr wichtiger Teil dieses Übergangs seid. Brad stand mir im Pink Lotus Breast Center, wo ich behandelt wurde, in jeder Minute der OP bei. Wir schafften es sogar, Momente zu finden, in den wir lachen konnten.“

Bedauern empfindet Jolie hinsichtlich dieses unwiderruflichen Schrittes keines. Sie betont: „Wir wussten, dass es das Richtige für unsere Familie ist und dass es uns näher zusammenrücken würde. Und das hat es.“