Atlético Madrid unter Schock, Regierung will helfen

Offenbar hat sich UEFA-Boss Michel Platini, obwohl als Franzose befangen, unredlich und mit klaren Anweisungen in den Fall eingemischt. Angeblich gab es beim Spiel Marseilles in Madrid rassistische Übergriffe gegen schwarze Spieler und Journalisten der Franzosen.

Marseilles schwarzer Präsident Pape Diuof hatte sich nach dem Spiel beschwert und von Platini Hilfe eingefordert. Ergebnis: Atlético Madrid wurde für drei Heimspiele in der Champions League gesperrt, Trainer Aguirre, der ebenfalls einen Schwarzen beleidigt haben soll, für zwei Spiele.

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Weiterer Vorwurf der UEFA: Die spanische Polizei habe viel zu hart gegen französische Fans durchgegriffen. Die hatten nach Meinung der Polizei ein Plakat mit einem neonazistischen Symbol im Stadion platziert, die Polizei wollte es entfernen.

Anschließend randalierten rund tausend Franzosen, rissen Stühle aus dem Boden und warfen sie auf Polizisten – einer von ihnen musste ins Krankenhaus. UEFA-Sprecher William Gaillard: "Die Polizei hat die Übergriffe provoziert. Wir haben die Behörden schon vorher darüber informiert, dass die spanische Polizei nicht immer korrekt arbeitet."

Spaniens Innenminister Alfredo Rubalcaba empört: "Wie kommt ein UEFA-Sprecher dazu, die Arbeit der spanischen Polizei zu beurteilen! Die Polizei musste das Plakat entfernen, weil die UEFA-Richtlinien dies fordern." Real Madrids Präsident Calderón: "Die Strafe für Atlético ist viel zu hart."

FC Liverpool: Wie kann man so kurzfristig ein Stadion sperren? 5.000 Fans haben Flüge gebucht – nach Madrid

Aber war das Symbol auf dem Plakat überhaupt neonazistisch? Olympique Marseille behauptet, dass das Bild einen harmlosen Clown darstellt.

Was also tun? Sevilla und Valencia haben bereits ihre Stadien zur Verfügung gestellt, aber die spanischen Clubs erwägen derzeit sogar, komplett die Champions League zu boykottieren. Atlético geht in Berufung, der Staat und die spanische Liga stellen ihre besten Anwälte zur Verfügung. Am Sonntag wird entschieden.

Auch aus Liverpool, das kommende Woche in Madrid antreten sollte, kommen schwere Vorwürfe gegen die UEFA: Ein Sprecher des FC Liverpool: "Wie kann man so kurzfristig ein Stadion sperren? Das Spiel ist ausverkauft, 5.000 Engländer haben Flüge gebucht, landen zum Teil kurz vor dem Spiel in Madrid. Wie sollen die so schnell in eine andere Stadt kommen?"

Aber es scheint, dass praktische Überlegungen keine Rolle bei der Entscheidung der UEFA gespielt haben. Es ging wohl eher darum, das Image der UEFA im Kampf gegen den "Rassismus" zu verbessern – auf Kosten Atlético Madrids.

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Foto: Marca