Atletico Madrid: Riesenkrach mit Mario Mandzukic! “Pep Guardiola lässt grüßen”

Denn der Star war vor zwei Wochen noch in der Halbzeit in Vigo ausgewechselt worden. Und Trainer Diego Simeone hatte geunkt: “Ich habe mich in der Aufstellung geirrt.”

Jetzt war wohl Mario Mandzukic Stein des Anstoßes. Simeone sagte ungefragt vor der Presse: “Es gibt niemanden bei Atletico, der wichtiger wäre als das Team. Auch nicht der Trainer. Wir brauchen Leute, die das begreifen.”

Fit – aber nur auf der Bank

Fakt ist, dass der Ex-Bayer lange Zeit des Spiels nur auf der Bank saß. Dabei war er fit. Das ist Mandzukic zum ersten Mal bei Atletico passiert.

Auch Torres musste auf der Bank anfangen, wurde aber früher eingewechselt als Mandzukic. Und spielte überzeugend. Simeone lobtr: “Torres hat sich prima eingesetzt. Wir brauchen Spieler wie ihn, er hat jede Menge Enthusiasmus an den Tag gelegt. Er versteht sehr wohl, dass das Team das wichtigste ist bei Atletico.”

Mandzukic dagegen trottete in seinen 15 Minuten, die ihm blieben, eher lustlos über den Rasen, so die spanische Presse.

Pep lässt grüßen

Und die Zeitung “Marca” zitiert ausführlich aus dem Buch von Marti Perarnau über Pep Guardiola, in dem bereits genüsslich von der Hass-Liebe Guardiolas mit Mandzukic doziert wird. Dabei war dem Trainer klar, dass der Kroate ein genialer Stürmer ist. Dass er aber auch charakterliche Ecken und Kanten besitzt, die einem Trainer das Leben schwer machen können.

Am kommenden Spieltag steigt so oder so das “Finale” um Platz drei der Liga, Valencia liegt nur noch ein winziges Pünktchen hinter den Colchoneros. Siegt Valencia auch noch im Stadion Calderon, wäre die Revolution im spanischen Fußball vollzogen. Und Atletico müsste sich an den Gedanken gewöhnen, die kommende Champions League als Qualifikant zu beginnen. Dabei wollte man sie doch eigentlich gewinnen.

Dafür muss allerdings das Rückspiel gegen Bayer Leverkusen gewonnen werden, im Hinspiel war man mit 0-1 eingeknickt.

Cerezo schaut nach oben

Scheinbar aber schaut Simeone schon nach unten. Nach dem 0-0 in Sevilla sagte ein Mitarbeiter seines Stabes, der von der Zeitung Marca nicht namentlich genannt wird: “Wir haben den Punkt gewonnen, den wir haben wollten. Deshalb sind wir nach Sevilla gekommen.” Atletico hat jetzt 54 Zähler, Sevilla 46.

Immerhin einer schaut noch nach oben bei Atletico: Präsident Enrique Cerezo, von Baruf Filmproduzent, erklärte jetzt: “Die Liga der 100 Punkte, wie wir sie zuletzt in Spanien erlebt haben, ist endgültig vorbei. Jetzt liegen die Spitzenteams enger beisammen.”

Cerezo sieht sein Team bis zuletzt um alle Titel der Saison mitkämpfen – mit Ausnahme des Pokals natürlich, wo Atletico bereits gegen den FC Barcelona ausgeschieden ist. “Wir sind prima in Form und werden eine große Saison spielen, wir kämpfen um Liga und Champions League”, so Cerezo.

Bleibt abzuwarten, wie sich die Personale Mandzukic lösen lässt. Gibt der Kroate nicht nach, kann der Kader Atleticos am Ende gespalten werden. Denn der Stürmer genießt wie auch schon bei den Bayern höchstes Ansehen unter den Kollegen – weil er sich immer einsetzt, immer kämpft, stets für Tore gut ist und immer seine Gegenspieler beschäftigt. Natürlich nur, wenn er auch will.