Anka Engelke über ihre Frauenrollen: “Wartezimmer zur Frauenhölle! Alles Monster!”

Die Komikerin (‚Ladykracher‘) ist seit vielen Jahren im Showgeschäft zu Hause und war erstaunt, als sie sich zuletzt ihre eigene Wandlung vor Augen führte: „Ich habe mir neulich ein paar Sachen aus der Anfangszeit angeguckt, weil ich als Gastprofessorin an der Kölner Kunsthochschule für Medien mit Regiestudenten das Lustigsein übe. Der Reifungsprozess, der sich in der Zwischenzeit abgespielt hat, ist enorm. Als wir angefangen haben, waren wir mehr oder weniger frisch liiert oder Single. Später wurde geheiratet oder getrennt, man zog zusammen und bekam Kinder, und das wurde zum Thema. Es ist wie die Biografie nicht nur einer Frau, sondern einer Generation“, beschrieb die Ulknudel die Stationen ihrer Karriere im Interview mit ‚wz-newsline.de‘.

Die Konsequenz daraus ist klar – als nächstes dürfen wir Anke Engelke wohl als witzige Großmutter auf dem Bildschirm bewundern: „Genau, dann bin ich die Oma. Das sind ja alles so spannende Fragen: Wie lange spielt man die scharfe Mutti, die scharfe Ehefrau, wie sehr kann man sich auseinandersetzen mit Krisen, die mit dem Alter kommen, wie fies kann man da werden und wie ehrlich? Ich kann mir vorstellen, die verteufelte Grausamkeit des Alterns verstärkt zu zeigen. Ich habe keine Angst, mich zum Doof zu machen, im Gegenteil“, erklärte die Künstlerin.

Welche ihrer Figuren ihr am meisten Freude bereitet hat, kann sie Ulknudel nicht sagen: „Eine einzelne herauszupicken, fällt mir ziemlich schwer, ich betrachte sie alle mehr in ihrer Gesamtheit – als wäre das Ganze so eine Art Wartezimmer zur Frauenhölle. Sind diese Charaktere nicht alle irgendwie Monster?“ scherzte Anke Engelke.