Angst um Alonso, Ron Dennis moderiert

Ron Dennis, Chef des Rennstalls McLaren-Mercedes, erklärte bei einem Treffen mit dem Präsidenten des spanischen Rennverbandes, Carlos Gracia, dass er seinen beiden Fahrern am Sonntag in Brasilien gleiche Chancen einräumen wolle – also auch dem Spanier Fernando Alonso (Bild rechts), der als amtierender Weltmeister ins letzte Saisonrennen 2007 geht.

Dennis selbst hatte dieses Treffen vorgeschlagen, um die Gemüter in Spanien zu beruhigen. Gracia hatte nach eigenen Angaben rund 500 E-Mails und Drohbriefe bekommen, in denen ihm Anhänger von Alonso vorwerfen, sich nicht genügend für diesen einzusetzen. Gracia wiedersprach öffentlich: „McLarens Gegner ist nicht Alonso, sondern Ferrari. Ich glaube nicht, dass etwas faul sein wird, aber wir werden so nah wie möglich bei Fernando sein.“

Sogar der Staatssekretär mischte sich ein

Immer noch tauchen Befürchtungen auf, McLaren könnte den Spanier entscheidend benachteiligen oder sogar sabottieren, weil man lieber den Briten Hamilton (Bild links) auf dem Siegerpodest sähe. Sogar Jaime Lissavetzky, spanischer Staatssekretär für Sport, äußerte sich besorgt. Ron Dennis wiederholte deshalb seine Einladung an Gracia, sich in Brasilien in der Box der Silberpfeile zu vergewissern, dass alles mit rechten Dingen zugehe. Gracia nahm die Einladung an.

Zuletzt hatte Österreichs Rennlegende Niki Lauda verlauten lassen, dass er sich kaum vorstellen könne, dass Alonso am 21. Oktober in Brasilien Weltmeister werden könnte. Zu sehr habe Alonso in dieser Saison seinen Rennstall vergrätzt und es sich mit den Mechanikern verscherzt. Lauda sagte der britischen Zeitung „The Mirror“, dass Alonso wohl nur „im Scherz glauben kann, Weltmeister zu werden“.

Vor dem letzten Rennen führt Hamilton in der Gesamtwertung mit 107 Punkten vor Alonso (103) und Ferrari-Pilot Kimi Raikkonen (100).