Angespanntes Liebesleben: Zivilisationskrankheit Stress

Jeder zweite Beschäftigte in Deutschland erledigt gelegentlich Berufliches in der Freizeit. Das geht aus einem Bericht der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in Dortmund hervor, der die Ergebnisse 23 internationaler und nationaler Studien zusammenfasst. Anrufe oder Benachrichtigungen vom Vorgesetzten auch nach Feierabend und im Urlaub seien keine Ausnahmen mehr. Die ständige Erreichbarkeit der Beschäftigten sei aber «Fluch und Segen zugleich», so der Bericht.

Zwar nimmt der empfundene Stress zu und verschlechtere die persönliche Befindlichkeit, andererseits stärke das Gefühl, gebraucht zu werden, auch die Arbeitszufriedenheit und Leistungsfähigkeit. «Es kommt auf den wertschätzenden Umgang mit der Zeit der Mitarbeiter an – Erholungsphasen sind einfach wichtig, um den Akku aufzuladen», sagte Jörg Feldmann, Sprecher der Bundesanstalt. Ständige Bereitschaft berge gesundheitliche Risiken. Eine geregelte Rufbereitschaft könne aber zumindest teilweise Abhilfe schaffen.

Natürlich wirkt sich ein exzessives Berufsleben auch auf die Liebesbeziehungen aus: Vom Job genervte Partner reagieren gereizt, ein Wort jagt das andere – kurz gesagt: das Liebesleben ist im Eimer, am Ende der Kette steht nicht selten die Scheidung. Aber auch körperliche Probleme sind an der Tagesordnung. Neben Herzinfarkten, Schlaganfällen, einem Burnout, kann es bei Männern zu   Erektionsprobleme und Potenzprobleme führen. Dies sind mittlerweile alles weit verbreitete Zivilisationskrankheiten, gegen die Mann oder Frau etwas tun kann. Der Gang zum Arzt sollte immer an erster Stelle stehen. In den meisten Fällen, ist dies sehr einfach und ohne innere Konflikte möglich. Problematisch ist es jedoch für Männer sobald es sich um Erektionsstörungen handelt. Neben dem Gefühl des beruflichen Scheiterns, haben sie nun auch das Gefühl körperlich und privat zu scheitern. Abhilfe können in diesem Fall neben klärenden Gesprächen mit dem Partner, auch Potenzmittel schaffen, die es heutzutage auch online in verschiedenen Versandapotheken erworben werden können. Anbieter wir z.B. Kamagraerektion.eu bieten hier mittlerweile ein riesiges Sortiment an unterschiedlichen Mitteln und Herstellern. Die Wirkung ist in der Regel ähnlich, jedoch sollte man sich auch hier vorher zu einem klärenden Gespräch beim Arzt seines Vertrauens einfinden.

Auf jeden Fall sollte Stress vermieden oder bekämpft werden. Abschalten ist also dringend nötig, Ratgeber gibt es meterweise in den Büchereien. Denn Stress ist ein echter Risikofaktor – selbst während der Schwangerschaft kann nach einer neuen Studie Stress ein Risikofaktor für Depressionen beim Kind sein. Eine übermäßige Anspannung der Mutter könne zu einer verfrühten Entwicklung des Traumschlafes beim Ungeborenen führen, sagte der Jenaer Wissenschaftler Matthias Schwab in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa. Diese frühere Reifung werde von häufigeren Wechseln zwischen Traum- und Tiefschlaf begleitet.

«Zudem kann das Baby für das ganze Leben stressempfindlicher werden», sagte Schwab weiter. «Wenn sich im Blut des Babys erhöhte Stresshormone befinden, denkt der Körper – bildlich gesprochen – diese erhöhten Werte seien normal.» Erhöhte Stresshormonspiegel und häufige Wechsel der Schlafstadien seien auch ein Zeichen einer depressiven Erkrankung, betonte der Forscher. Dies erkläre, «warum Stress während der Schwangerschaft ein Risikofaktor für die Entwicklung einer Depression im späteren Leben sein kann».