In der Komödie über die Gastarbeiterwelle der damaligen Zeit verlässt der Protagonist sein spanisches Heimatdorf, um in Deutschland zu arbeiten.

Vier Jahrzehnte später könnte nun eine ähnliche Migrationswelle nach Deutschland beginnen. Doch anders als in den 60er Jahren, als ungelernte Gastarbeiter Jobs suchten, sind auf dem deutschen Arbeitsmarkt jetzt Fachkräfte und Ingenieure gefragt.

Spanische Arbeitskräfte wollen ihre sonnige Heimat verlassen, weil sie dort für sich keine berufliche Zukunft sehen. Mit einer Arbeitslosenquote von 21 Prozent ist Spanien trauriges Schlusslicht der EU. Bei jungen Leuten zwischen 19 und 25 Jahren beträgt die Quote gar 45 Prozent.

Immer mehr junge Spanier setzen nun ihre Hoffnungen auf Deutschland, wo offene Stellen vermehrt mit Fachkräften aus anderen EU-Staaten besetzt werden sollen.

Die Bundesagentur für Arbeit stellte in einem Zehn-Punkte-Plan in Aussicht, durch eine gesteuerte Zuwanderung könnten 800.000 Fachkräfte bis 2025 nach Deutschland kommen.

Die spanische Presse spricht von einem „deutschen Jobwunder“ und titelt: „Bundeskanzlerin Angela Merkel will spanische Fachkräfte abwerben.“