Anarchist Labordeta tot: “Volkspartei in die Scheiße!”

Dies teilte die Regionalpartei CHA mit, für die der Autor und Musiker acht Jahre als unabhängiger Linker im spanischen Parlament gesessen hatte. Labordeta, der sich selbst als einen "Anarcho-Bourgeois" bezeichnet hatte, erlag einem Krebsleiden.

Er hatte 1972 die Zeitschrift "Andalán" gegründet, die Gegnern des Franco-Regimes (1939-1975) als Forum diente. An der Universität lehrte er zwei Jahrzehnte Geschichte, gab seine Stelle als Professor dann aber auf, um sich ganz der Literatur und der Musik zu widmen. Er veröffentlichte 16 Musikalben und mehr als 20 Bücher.

Als Abgeordneter sorgte er für Schlagzeilen, als er im Parlament die Fraktion der damals regierenden konservativen Volkspartei (PP) "in die Scheiße" wünschte. Knapp zwei Wochen vor seinem Tod wurde er "wegen seiner Weisheit und seines Engagements für die Freiheit" mit dem spanischen Verdienstorden ausgezeichnet. (SAZ, dpa; Foto: Wikipedia)

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