America’s Cup: “Team Germany” raus! Und Valencia?

Fakt ist aber auch: Dem America’s Cup kommen die Teilnehmer abhanden. Der von Titelverteidiger und Ausrichter BMW Oracle eingeläutete radikale Kurswechsel, das neue Regattaformat und die Entscheidung für Katamarane statt Einrumpf-Yachten stößt bei immer mehr Teams auf Widerstand.

Team Germany’s Syndikatschef Michael Scheeren erklärte, dass sich das United Internet Team Germany im Rahmen der von BMWOracle Racing aufgestellten Regeln nicht in der Lage sieht, für den 34. Cup zu melden. Erst vor wenigen Tagen hatte auch das britische TeamOrigin seine Teilnahme abgesagt.

Auf Unmut stoßen bei potenziellen Herausforderern nicht nur die Auswahl futuristischer Katamarane als neue Cup-Vehikel, sondern auch die vorgeschaltete mehrjährige Regattaserie auf kleineren Katamaranen und der weiterhin unbekannte Austragungsort. Ohne fest gelegtes Cup- Revier seien Gespräche mit möglichen Wirtschaftspartnern kaum sinnvoll zu führen, sagte Scheeren. Bei der letzten Ausgabe fuhren die Teams vor Valencia.

Jochen Schümanns deutsch-französisches Team All4One dagegen verfolgt seine America’s Cup-Pläne weiter. All4Ones Teamchef Stephane Kandler sagte: „Wir sind als Mannschaft angetreten, um am Cup teilzunehmen. Wir müssen aber auch die Mittel dafür finden. Auf diesem Weg wird uns die deutsch-französische Zusammenarbeit mit deutscher Zielstrebigkeit und französischer Erfahrung im Mehrrumpfbereich sehr helfen.“

Der Stadtrat von San Francisco gab mit 9:2 Stimmen grünes Licht für eine Bewerbung der US-Hafenstadt als Austragungsort für 2013. Unter anderem sollen 150 Millionen US-Dollar in die Sanierung der Stege im Cup-Hafen investiert werden. Die Stadt will zur Budget-Entlastung außerdem bis zu 250 Millionen US-Dollar Sponsorengelder einwerben.  

Foto: America’s Cup