America’s Cup: Cristiano Ronaldo und SAZ sagen Adiós

Fakt ist: Der 33. America’s Cup vor Valencia, nach zwei lausigen Rennen schon wieder vorbei, gehört in der Liste der unnötigsten Sport-Events aller Zeiten ganz nach vorne.

Alinghis Jacht war so groß wie zwei Tennisplätze, BMW Racings Drei-Rümpfe-Bolide kam noch bulliger daher – ganz so wie sein Besitzer Larry Ellison. Ellisons Cup-Yacht könnte mit ihrem 60 Meter hohen Kohlefaser-Flügel nicht einmal unter der Golden Gate Bridge durchsegeln.

Jetzt darf der Oracle-Boss also endlich den so teuer erkauften America’s Cup in die bislang noch leere Vitrine in seiner Privatyacht stellen, selbstverständlich eine der größten Yachten der Welt.

Dort werden ihn dann ähnlich wenig Menschen bewundern wie sein sündhaft teures Segelspielzeug in Valencia. Wenn Egoismus einen neuen Namen bräuchte, man könnte ihn wahrscheinlich auf dieser Yacht finden. Fans oder auch nur Zuschauer sind dabei eher unerwünscht. Die Folge: Der 33. America’s Cup war von der Athmosphäre her gesehen so prickelnd wie ein Rosenmontagszug am Tag danach.

Was jetzt mit dem Boot passiert, weiß noch niemand. Fakt ist nur: In Valencia will es auch niemand mehr sehen. Weil aber auch nicht zu befürchten ist, dass US-Bulldozer Ellison seinen Titel vor Spanien verteidigt, kann man sich getrost wieder den wichtigen Sportarten widmen, also zum Beispiel Fußball.

Cristiano Ronaldo mag zwar auch Multimillionär sein und ab und zu Ärger mit dem (Sport-)Gericht haben, aber er spielt dann doch öfter als zweimal in drei Jahren. Und er tut es vor großem Publikum.

Cristiano Ronaldo und Spaniens Allgemeine Zeitung winken deshalb "Auf Nimmerwiedersehen, America’s Cup … Dich braucht wirklich kein Mensch" (außer Larry Ellison).

Eine schöne Woche mit der Champions League wünscht Euer Wilhelm

SPORT AKTUELL: ALLE NEWS AUS SPANIEN

SAZ-FOREN: Sagen Sie Ihre Meinung!

NEWS aus Spanien: Politik, Wirtschaft, Sport, Promis, Wetter, Vermischtes

Foto: America’s Cup, dpa

#{fullbanner}#