America’s Cup: BMW Oracle gewinnt, Alinghi geschlagen

Nach nervenraubenden Verzögerungen und einer Dauer von nur zwei Stunden im entscheidenden Rennen gewann das amerikanische Team BMW Oraclen am Sonntag die 33. Auflage des America’s Cup.

18 Jahre nach dem bislang letzten Sieg einer US-Segel-Crew deklassierte die Mannschaft der USA den Schweizer Titelverteidiger Alinghi. Auch bei der zweiten Wettfahrt im Modus Best of Three ließ der Herausforderer den Eidgenossen keine Chance und erreichte mit einem Vorsprung von 5:26 Minuten die Ziellinie vor Valencia.

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"Das ist ein absolut großartiges Gefühl. Ich bin sehr stolz, Teil dieses Teams zu sein", sagte Crew-Gründer Larry Ellison mit seinem bekannten Charme eines Bulldozers.

Fakt ist, dass der Sieg Frucht eines Hunderte von Millionen schweren Kampfes vor Gericht und in den Forschungslabors ist. Ellison hatte die Konkurrenz schlicht "weggebissen". Die Frage lautet: Ist ein so schaler Triumph wirklich so viel Geld wert, während in anderen Teilen der Welt die Menschen verhungern?

Wegbereitend für den überlegenen Sieg auf dem Wasser waren die amerikanischen Erfolge vor Gericht. Diese hatten erst die Basis für dieses Exklusiv-Duell nach den Regeln der Cup-Stiftungsurkunde geliefert und weitere Teams von der Teilnahme ausgeschlossen.

Auf dem Wasser sicherte eine überlegene Technologie dem Team die Dominanz. Der futuristische US-Trimaran mit seinem 68 Meter langen Kohlefaserflügel war dem Alinghi-Katamaran deutlich überlegen.

Die Schweizer konnten am Sonntag zwar nach einem Patzer am Start zwischenzeitlich in Führung gehen, hatten der USA aber letztlich nichts entgegen zu setzen und verloren das Duell mit 0:2. Erst zum fünften Mal in der Cup-Geschichte gelang es einem Herausforderer, den Titelverteidiger zu schlagen.

Mit der Niederlage ging Alinghis Erfolgsgeschichte im America’s Cup zehn Jahre nach der Teamgründung durch den Genfer Milliardär und Steuermann Ernesto Bertarelli zu Ende.

Das Team von Software-Gigant Ellison (USA), CEO Russell Coutts und Steuermann James Spithill (Australien) holte dagegen den Cup 15 Jahre nach der letzten amerikanischen Niederlage 1995 zurück in das Land, dessen erste Siegerin "America" dem Cup einst seinen Namen gab. Vor Valencia gewann zum 28. Mal ein amerikanisches Team die älteste Sporttrophäe der Welt.

Der 30 Jahre alte Spithill aus Sydney ist der jüngste Steuermann eines siegreichen Teams. Für "Jimmy Spitfire", der seine Cup-Karriere am Steuer der "Young Australia" im Jahr 2000 im Alter von 20 Jahren als jüngster Cup-Steuermann begonnen hatte, markiert die 33. Cup- Auflage den vorläufigen Gipfel seiner Karriere.

Als Glücksbringer hatte der viermalige America’s-Cup-Sieger Dennis Conner seinen Landsleuten am Wochenende das riesige "Stars & Stripes"-Banner geschickt, das 1988 bei seinem eigenen Cup-Sieg im Basislager in San Diego wehte.

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Foto: Jose Jordan (http://www.americascup.com)

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