Alkohol, Drogen, Depressionen: Panero tot! “Nicht ich bin verrückt, Spanien ist verrückt”

Wie sein Verlag Huerga y Fierro am Donnerstag mitteilte, war der Autor am Vorabend im Alter von 65 Jahren in einer psychiatrischen Klinik auf Gran Canaria gestorben.

Der Schriftsteller hatte wegen Depressionen sowie hohen Alkohol- und Drogenkonsums einen beträchtlichen Teil seines Lebens in psychiatrischen Anstalten verbracht. Dennoch schuf er ein umfangreiches Werk von poetischen Sammlungen und Prosatexten. Mit seinen autobiografischen Stücken überschritt er oft die Grenzen der herkömmlichen Literatur, schaffte es aber auf die Autorenliste eines angesehenen Verlages für klassische Literatur.

Sein Vater Leopoldo Panero (1909-1962) war einer der bedeutendsten spanischen Dichter der Nachkriegszeit. Sein älterer Bruder Juan Luis Panero (1942-2013) veröffentlichte ebenfalls Gedichte.

Leopoldo María Panero widmete sich schon als Kind der Poesie und veröffentlichte 1968 seinen ersten Gedichtband. Sein Widerstand gegen die Franco-Diktatur (1939-1975) brachte ihm eine Inhaftierung ein. Seit den 70er Jahren verbrachte Panero längere Etappen in psychiatrischen Einrichtungen. Der Zeitung «El País» sagte er einmal: «Nicht ich bin verrückt, Spanien ist verrückt.»