Air Berlin und Urlauber jubeln: Spanien stoppt neues Chaos

Die Lotsen hatten am 3. und 4. Dezember mit einem wilden Streik den Luftverkehr in ganz Spanien für rund 20 Stunden lahmgelegt und auch den Flugbetrieb in anderen Teilen Europas beeinträchtigt.

Das spanische Parlament billigte den Antrag der Regierung, den geltenden Alarmzustand bis zum 15. Januar 2011 zu verlängern. Neben den regierenden Sozialisten (PSOE) stimmten die Nationalisten aus Katalonien (CiU), dem Baskenland (PNV) und von den Kanaren (CC) dafür. Die Abgeordneten der konservativen Volkspartei (PP) enthielten sich der Stimme.

85 Prozent der Lotsen hatten zuvor in einer Erklärung zugesichert, bei einer Aufhebung des Alarmzustandes nicht erneut einen wilden Streik zu beginnen. Die Regierung wies jedoch darauf hin, dass sie sich auf die Zusage der Fluglotsen nicht verlassen wolle.

Bis Mitte Januar seien in Spanien 100.000 Flüge geplant, betonte der Minister im Amt des Regierungschefs, Ramón Jáuregui. Das Risiko einer neuen Boykottaktion wäre zu hoch.

Der Ausstand vor knapp zwei Wochen hatte fast 700.000 Passagiere betroffen und Einbußen verursacht, die auf mehrere hundert Millionen Euro geschätzt werden. Um dem Protest ein Ende zu bereiten, verhängte die Regierung erstmals in der jüngeren Geschichte des Landes den Alarmzustand und unterstellte die Fluglotsen dem Militär.

Im Falle eines Ausstandes können die Lotsen wegen Befehlsverweigerung zu Haftstrafen verurteilt werden. Ohne eine Verlängerung durch das Parlament wäre der Alarmzustand, der der Regierung Sondervollmachten einräumt, an diesem Wochenende ausgelaufen. (SAZ, dpa; Foto: Air Berlin)

QUIZ: Wer hat Angst vor Cristiano Ronaldo? Das große Quiz!

QUIZ: Lionel Messi, Superstar! Wer kennt ihn wirklich?

ALLE TORE und TABELLEN: Spanische Liga Live

SAZ-FOREN: Sagen Sie Ihre Meinung!

#{fullbanner}#