Adios Luxusleben: Russische Mafiabosse in U-Haft

Drei Tage nachdem die "größte Russenmafia der Welt" in Spanien aufgeflogen ist, sind 13 mutmaßliche Mitglieder der Bande in Untersuchungshaft genommen worden. 

Zwei weitere Verdächtige seien gegen Kaution freigelassen worden, erklärte der zuständige Richter Baltazar Garzon am Montag. 

Es gibt offenbar ausreichende Beweise für die Zugehörigkeit der Männer zu der Organisation Tambowskaja-Malischewskaja. 

Unter den Festgenommenen war auch Mafiaboss Gennadios Petrov, der in einer Luxusvilla auf Mallorca gefasst wurde.

An der Razzia auf der Baleareninsel sowie in zahlreichen Städten entlang der Costa Blanca und in anderen Teilen des Landes waren 400 Polizeibeamte beteiligt. 

Die Polizisten stellten unter anderem ein Gemälde von Salvador Dali, rund 200.000 Euro in bar und mehrere Luxusautos sicher. Mehrere Bankkonten mit einer Gesamtsumme von 12 Millionen Euro wurden eingefroren.

Laut Garzon nutzte die Mafiagruppe ihre Kontakte zu Politikern, Wirtschaft, Finanz- und Justizwesen, um ihren Reichtum zu vergrößern, ihre kriminelle Vergangenheit zu vertuschen, ein ungestörtes Leben in Spanien zu führen und anderen bei der Einreise nach Spanien zu helfen. 

Die Razzia vom Freitag unter dem Decknamen "Troika" war das Ergebnis zweijähriger Ermittlungen.