ACS schluckt Hochtief: “Schnäppchenpreis eine Milliarde”

Man halte nun exakt 30,33704 Prozent der Hochtief-Aktien, teilte ACS mit. Damit kann ACS sein Aktienpaket weiter aufstocken, ohne ein teures Pflichtangebot machen zu müssen.

In seinem Übernahmeangebot hatte ACS für fünf Hochtief-Anteilscheine neun eigene Papiere zum Tausch angeboten. Aktionärsschützer und Hochtief selbst hatten den Anteilseignern von einer Annahme des Angebots abgeraten. Seit Monaten wehren sich das Hochtief-Management und der Betriebsrat heftig gegen die geplante Übernahme.

Die 30-Prozent-Marke ist so wichtig, weil das Übernahmegesetz darüber hinaus keine weitere Schwelle vorsieht – ACS kann daher nun beliebig Aktien zukaufen. Erklärtes Ziel sind knapp über 50 Prozent an Hochtief.

Für die fehlenden rund 20 Prozent müsste der hoch verschuldete spanische Konzern lediglich rund eine Milliarde Euro ausgeben, da der Aktienkurs von Hochtief seit langem recht niedrig ist. Einen festen Zeitplan für die Mehrheitsübernahme hat ACS offiziell nicht mitgeteilt. (SAZ, dpa; Foto: florentinoperez.com)

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