Abzocke in Madrid! Deutscher Botschafter blogt gegen Knöllchen

Die Behörde schicke den betroffenen Autobesitzern gleich Zahlungsbefehle und gebe ihnen nicht die Gelegenheit, eine Geldbuße anzufechten, sagte der 73-jährige Henning Wegener. "Die Stadtverwaltung geht auf willkürliche Weise vor und achtet weder das Gesetz noch den Bürger."

Wie die Zeitung El Mundo berichtete, schuf Wegener im Internet einen Blog für Autofahrer, die sich von den Behörden ungerecht behandelt fühlen, und schrieb einen Protestbrief an den Madrider Bürgermeister Alberto Ruiz Gallardón.

Der Ex-Botschafter spricht damit vielen Madrilenen aus dem Herzen. Der konservativen Stadtregierung war in der Presse wiederholt vorgeworfen worden, dass es ihr bei den Strafmandaten nicht um die Sicherheit im Straßenverkehr gehe, sondern um möglichst hohe Einnahmen.

Mehrere Autofahrer klagten darüber, dass ihnen Bußgelder direkt vom Bankkonto abgebucht worden seien, ohne dass sie einen Bescheid erhalten hätten. Die Behörde begründete das damit, dass sie die Adressen nicht ausfindig machen konnte.

Madrid ist nach einer Reihe gigantischer Bauprojekte die mit am Abstand am höchsten verschuldete Stadt in Spanien.  (SAZ, dpa)

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Fotos: Guardia Civil