50 Prozent der HIV-Positiven sind Heterosexuelle

Man geht davon aus, dass sich jährlich etwa 3.000 Menschen in Spanien mit dem Virus infizieren. Diese Daten zeigen eine ganz neue Tendenz im Vergleich zu 1997. Erfahrungsgemäβ benötigt die Krankheit rund zehn Jahre, um auszubrechen. Damals waren 40 Prozent der Infizierten Drogenabhängige. Heterosexuelle Beziehungen machten 30 Prozent aus, homosexuelle Praktiken ohne Schutz etwa 15 Prozent.

In Spanien leben 120.000 bis 150.000 HIV-positive Menschen, das ist die gleiche Anzahl wie vor zehn Jahren. Bei 70.000 bis 90.000 Personen ist die Krankheit bereits ausgebrochen, 50.000 bis 55.000 Menschen sind seit 1981 an Aids gestorben. Diese Zahl muss allerdings möglicherweise nach oben hin korrigiert werden, da nicht immer Aids als Todesursache in den Papieren vermerkt wurde.

Ein neuer Gesundheitsplan sieht nun vor, die Zahlen konstant zu halten bzw. zu senken, um den Virus in den Griff zu bekommen. Hierzu ist es vor allem nötig, dass die rund 30.000 Personen, die gar nicht wissen, dass sie HIV-positiv sind, einen Test machen. Auch Aufklärung, Schutzmaβnahmen und Toleranz in der Gesellschaft gegenüber Infizierten sollen mit dem Plan gestärkt werden.