Berlin (ots) – Kunst im digitalen Raum? Ist das überhaupt möglich, sofern der Künstler davon leben möchte? Und warum sollte jemand diese Kunst kaufen, wenn er sie mit Copy-and-paste umsonst bekommt? Kolja Brand ist Experte für Kunst als Anlageobjekt. Er erklärt Ihnen an dieser Stelle, wie Kunst im digitalen Raum funktioniert und warum man dabei an dem Begriff NFT nicht vorbeikommt:

Non-Fungible Token sind zunächst digitale Zertifikate, die auf einer Blockchain existieren. Eine Blockchain ist eine Kette von Datensätzen, die dezentral gespeichert wird. Das Zertifikat ist damit vor Manipulationen oder Diebstahl sicher. Ein NFT kann etwas frei Gewähltes repräsentieren – physikalisch oder digital. Das Kunstwerk kann aber auch selbst zum NFT werden. Non-Fungible Token mischen gegenwärtig den Kunstmarkt auf. „Vorsicht Hype!“, möchte man rufen. NFTs haben allerdings so viele Vorteile, dass sie die Zukunft der Kunstbranche sind.

1. Grund: Absicherung

NFTs sind als Signatur absolut fälschungssicher. Im Fall eines Diebstahls lässt sich der rechtmäßige Besitzer problemlos ermitteln. Mit dem Verkauf eines Bildes sendet der Maler dem Käufer ein NFT an die Blockchain-Adresse. Es handelt sich also um einen Kaufvertrag, der eine hohe Sicherheit bietet. Zudem kann die Handelskette des Bildes lückenlos nachvollzogen werden.

2. Grund: Folgeverkäufe

Da die Handelskette einfach nachvollziehbar ist, bietet sich dem Künstler die Möglichkeit, langfristig an der Wertschöpfungskette beteiligt zu sein. NFTs können so programmiert werden, dass der Künstler bei jedem Weiterverkauf mit 10 Prozent beteiligt ist. Das funktioniert deswegen reibungslos, weil mit dem Objekt das NFT den Besitzer wechseln muss.

3. Grund: Demokratisierung

Den Kauf eines Kunstwerks konnte sich bisher nur jemand leisten, der wirklich reich ist. Das ändert sich nun mithilfe der NFTs. Ein Non-Fungible Token lässt sich in unzählige Untertoken aufteilen. Die Anteile werden einzeln verkauft – in etwa wie eine Aktie. Auf diese Weise wird Kunst für viele Menschen bezahlbar. Sie haben dann als Gruppe Einfluss auf den Kunstmarkt. Die Folge ist, dass die Kunst demokratischer wird.

4. Grund: Digitalisierung

Geht es um Kunst im digitalen Raum, denkt man in erster Linie an komplett digital erzeugte Kunstwerke. Mit der rein digitalen Kunst sind einige Probleme verbunden, weil sie einfach kopiert werden kann und die Besitzverhältnisse schwer nachvollziehbar sind. NFTs können auch hier einen Ausweg bieten. Das digitale Objekt lässt sich direkt im NFT hinterlegen. Kunstwerk und NFT sind somit untrennbar miteinander verbunden. Für die Umsetzung des Urheberrechts und die Lizenzierung ist das ein großer Schritt nach vorn.

NFTs werden sich jenseits des Hypes in der Kunstbranche durchsetzen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Sicher ist aber auch, dass um gute Kunst weiterhin gestritten wird.

Über Kolja Brand

Kolja Brand ist ein Kunstexperte, der davon überzeugt ist, dass der digitale Raum fantastische Chancen für den Kunstmarkt bietet. Unter dem Namen Kobransky kreiert der erfolgreiche Künstler die für ihn typischen goldenen Gemälde. Die Preise seiner Bilder haben sich in den letzten drei Jahren verdreifacht. Er hilft mit seiner Agentur „Aurum Future“ anderen Künstlern und Kunstgalerien dabei das Thema NFT für sich gewinnbringend zu nutzen. Für das Thema NFT ist der Blockchain-Experte Constantin Kloecker bei Aurum Future zuständig.

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