2700 Euro gefunden – Behalten oder Finderlohn kassieren?

Okonkwo ist ein “sin papeles”, ein illegaler Einwanderer ohne Papiere. Seine Tageseinnahmen belaufen sich auf rund 15 Euro, von denen er unter anderem seine Familie in Afrika unterstützt.

Am Mittwoch hätte der Afrikaner einen richtigen Reibach machen können. Gegen 9.30 Uhr fand er an seinem Arbeitsplatz, mitten auf der Straβe, eine Geldbörse, die ein Motorradfahrer verloren hatte. 

2.700 Euro – der Lohn für sechs Monate Arbeit

Ungläubig stellte er fest, dass das Portemonnaie 2700 Euro in bar, einen Barscheck über 870 Euro, ein Scheckheft und diverse Dokumente enthielt. Er fackelte nicht lange, bat einen Landsmann um Hilfe, um den Besitzer der Börse ausfindig zu machen.

50 Euro Finderlohn

Kurze Zeit später gab er das Portemonnaie samt Inhalt an einen jungen Polizisten zurück, der sich mit 50 Euro Finderlohn bedankte. “Ich wäre nicht glücklich gewesen, wenn ich das Geld behalten hätte”, gestand Okonkwo.

Den Finderlohn hat er sich derweil mit seinem Freund geteilt und an seine Familie nach Nigeria überwiesen.