25 Klagen gegen Urteile nach Terroranschlägen von Madrid

Am Mittwoch lief die Frist ab, binnen derer Widerspruch gegen die am 31. Oktober verhängten Urteile eingelegt werden konnte. In dem Prozess um die Anschläge vom 11. März 2004 wurden 21 Angeklagte verurteilt, drei von ihnen zu Haftstrafen von rund 40.000 Jahren. Bei den Attentaten auf vier Pendlerzüge starben 191 Menschen, mehr als 1800 wurden verletzt.

In den meisten Fällen hätten die Anwälte von Verurteilten geklagt, teilte das Gericht weiter mit. Eine Klage im Namen des später freigesprochenen Rabei Usman Sajed Ahmed sei jedoch nicht darunter gewesen. Der auch als „Mohammed der Ägypter“ bekannte Mann galt lange als einer der Hauptdrahtzieher der Anschläge.

Einer seiner Anwälte kündigte kürzlich trotz des Freispruchs eine Klage an, weil er Ahmed ungerechtfertigt als „Terrorist“ eingestuft sah. Das Madrider Tribunal hatte ihn zwar auch vom Vorwurf der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung freigesprochen, allerdings nur, weil er nach Auffassung des Gerichts deshalb in Italien bereits verurteilt war, was die Staatsanwaltschaft allerdings anfocht.