Wintersonne tanken: Thailand oder Andalusien, Vietnam oder Teneriffa?

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Fünf Uhr nachmittags schon dunkel, regnerisch, kalt. Und das jetzt schon seit einigen Tagen (Wochen?). Aussicht auf Besserung. Ja, klar. Ab April. Oder Mai. Vielleicht ein paar nette Tage dazwischen. Da stellt sich die Frage, die sich die Presse jedes Jahr stellt: Was soll man seinen Lesern nur anbieten, um nicht die Lust am Lesen zu verlieren. Die Antwort ist einfach: Reisen, reisen, reisen. Am besten in die Sonne. Wenigstens für ein paar Tage.

Kanarische Inseln auf der gleichen Breite wie Sahara, Kuwait und Florida

So tut es auch die Daily Telegraph aus England. Und stellt die zwölf besten Tipps für eine Reise ins Licht vor. Ganz vorne, was sonst: Spanien. Natürlich, das weiß das britische Blatt auch, kann Spanien in Sachen Wintersonne nicht mit der Karibik mithalten. Dafür ist man umso schneller vor Ort. Selbst auf den kanarischen Inseln. Auf Teneriffa, Gran Canaria, Hierro. Nur noch einmal zur Erinnerung: Die Kanarischen Inseln gehören politisch zwar zu Spanien, und das unumstritten (Scherz beiseite). Geographisch aber sind sie schon ein Teil von Afrika – auf der gleichen Breite wie beispielsweise die Wüste Sahara, Kuwait und Florida. Der höchste Berg der Kanarischen Inseln ist der 3718 Meter hohe Teide, der auf der Insel Teneriffa liegt, leicht bestiegen werden kann. Der Pico de Teide ist der höchste Berg Spaniens überhaupt.

Es bleiben großartige Städte wie Sevilla oder Jerez

Hier die Liste der besten Winter-Destinationen:

1. Zypern

2. Andalusien. Die Begründung: Andalusien ist zwar nicht so war und sonnig wie Zypern, aber es ist dafür näher. Und die Chance, einen milden und sonnigen Winter zu erwischen, ist groß. Es gibt jede Menge Hotels und Flüge, also bleiben die Preise stabil. Und selbst wenn es am Strand mal nicht so gemütlich sein sollte, bleiben großartige Städte wie Sevilla oder Jerez.

3. Marrakesch

Die Flüge sind bequem, es gibt viele Flughäfen, schöne Hotels, luxuriöse Golf-Ressorts

4. Kanarische Inseln. Die Begründung: Man wird auf den Kanarischen Inseln im Winter nicht rösten, das Wetter dort erinnert eher an einen britischen Sommer als an die Tropen. Aber die Flüge dahin sind bequem, es gibt viele Flughäfen, schöne Hotels, luxuriöse Golf-Ressorts, wer will kann in preiswerte Hochhäuser am Strand gehen. Dazu jede Menge Apartments. Und eine Reihe von Inseln mit ihrem jeweils ganz eigenen Charakter. Das alles macht die Kanarischen Inseln konkurrenzlos. Die Daily Telegraph empfiehlt ausdrücklich Lanzarote, demnach eine der „am sensibelsten entwickelten Inseln“, mit vielen schönen Stränden, vor allem im Süden.

In den Küstenregionen liegen die Durchschnittstemperaturen im Sommer kaum höher als 25 Grad, im Winter um 17 Grad

In der Wikipedia heißt es zu den Karanischen Inseln: „Das subtropische Klima der Kanaren ist aufgrund seiner Nähe zum nördlichen Wendekreis zwischen dem 27. und 29. Breitengrad das ganze Jahr über angenehm, was dem Archipel den Beinamen Inseln des ewigen Frühlings eingebracht hat. Der gleichbleibend kühle Kanarenstrom, ein Teil des Golfstroms, gleicht die Temperaturen aus, und die Passatwinde halten die heißen Luftmassen aus der nahen Sahara meist fern. Eine Ausnahme bildet die mit Calima bezeichnete Wetterlage, die bei Ostwind trockene, warme Luft mit feinem Saharasand auf die Inseln bringt. Grundsätzlich kann zwischen einer Trockenzeit im Sommer und einer regenreicheren Zeit im Winter unterschieden werden. In den Küstenregionen liegen die Durchschnittstemperaturen im Sommer kaum höher als 25 °C, im Winter um 17 °C.“

2016 kamen 4.885.900 Urlauber auf die Insel Teneriffa

So viel schönes Wetter zieht Touristen an. Spitzenreiter der Inseln ist Teneriffa, 2016 kamen 4.885.900 Urlauber auf die Insel, gefolgt von Gran Canaria mit 3.654.800 Besuchern, Lanzarote mit 2.328.700, Fuerteventura mit 1.914.100, La Palma mit 221.500 und La Gomera sowie El Hierro mit 109.300 Touristen.

Die weiteren Plätze der Hitliste der Daily Telegraph:

5. Dubai

6. Dominikanische Republik

7. Vietnam

8. Mexiko

9. Sri Lanka

10. Thailand

11. Bali

12. Goa

Mosambik, Florida, Barbados, Kalifornien, Dubai…

In der weiteren Auswahl nennt der Daily Telegraph auch noch Costa Rica, die Kapverdischen Inseln, Kuba, Mosambik, Florida, Barbados, Kalifornien, Dubai, Santa Lucia, Rio de Janeiro, Oman, die Seychellen, Gambia, Langkawi, Sri Lanka, Antigua, Abu Dhabi und Kambodscha.

Wie immer empfiehlt die englische Presse den Blick aufs Kleingedruckte. Oder das Unausgeschriebene. Denn während ein Essen für zwei inklusive einer Flasche Wein in Sri Lanka rund 50 Pfund kostet, zahlt man in Dubai mehr als hundert Pfund im Schnitt. Auch hier schneidet Spanien also nicht schlecht ab. Für 50 Euro hat man ein Rendezvouz zu zweit mit Wein und drei Gängen locker bestritten. Und das mit Aussicht aufs Mittelmeer, wo man im übrigen auch aktuell bei Wassertemperaturen von rund 24 Grad immer noch bequem baden kann – in sauberem Wasser, ohne Haifischflossen und dicken Quallen.



Video Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=JHWlSrIgwwE / Text: Wilhelm Wagner

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