Von Ebola geheilte Krankenschwester aus Klinik entlassen

Auf einer Pressekonferenz in Begleitung ihres Ehemanns und der behandelnden Ärzte las die sichtlich geschwächte Romero unter Tränen ihre Erklärung von einem Zettel ab, „Ich bin hier, um mich bei allen zu bedanken“. Nach eigenem Bekunden war die Zeit auf der Isolierstation für die 44 jährige sehr schwer, da der einzige Kontakt zur Außenwelt gelegentliche Telefonate mit ihrem Mann gewesen sein. „Aber wenn meine Infektion zu irgendetwas gut sein kann, um die Krankheit besser erforschen und einen Impfstoff entwickeln zu können, oder wenn mein Blut zur Heilung anderer Patienten dienen kann, dann bin ich bereit“ sagte Romero weiter.

Ansteckung am eigenen Arbeitsplatz

Romero war der erste Mensch, der sich außerhalb Afrikas mit dem Virus angesteckt hatte. Romero infizierte sich bei der Pflege von zwei spanischen Missionaren, die im August und September in dem Krankenhaus Carlos III. behandelt worden waren, nachdem sie sich in Westafrika angesteckt hatten. Die beiden Missionare verstarben in der Klinik.

Versäumnisse im Umgang mit Schutzmaßnahmen

Wie genau sich Romero mit dem Virus infizierte konnte bis heute nicht zweifelsfrei geklärt werden.  Nach derzeitigem Kenntnisstand geht man davon aus, dass sie sich beim Ablegen des Schutzanzugs aus Versehen mit einem infizierten Handschuh im Gesicht berührte. Die Behörden hatten gemutmaßt, sie habe die Schutzmaßnahmen nicht beachtet oder unvorsichtig gehandelt. Javier Rodríguez, Gesundheitsminister der Region Madrid hatte Romero indirekt die Schuld für ihre Infizierung gegeben und gesagt, man bräuchte „keinen Master, um einen Schutzanzug richtig anzulegen“. Diese Aussage wurde getätigt, als eine Andere Krankenschwester in einem Interview kritisiert hatte, die Kurse zum An- und Ablegen der Schutzanzüge würden nur 15-30 Minuten dauern. Romero selbst äußerste sich vorsichtiger “Ich weiß nicht, was schief gelaufen ist, ich weiß nicht mal, ob etwas schief gelaufen ist”. Zu der Frage eines Journalisten was das Ehepaar Romero als nächstes plant, sagte der Ehemann „Wir werden irgendwohin fahren, wo ihr uns nicht finden werdet“.

 



Video: http://www.youtube.com/embed/tMJDTum-DtA / Text: SAZ