Urlaub total: Baqueira Beret, Madrid, Costa Brava, Andalusien … 15 Top-Reiseziele in Spanien

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Wenn es um die schönste Zeit des Jahres geht, also den Urlaub, lassen die Deutschen nichts anbrennen. Dem Zufall wird nichts überlassen, genaue Planung ist Trumpf. Und das meistens schon ein Jahr im Voraus. Wenn nicht mehr. Denn die schönste Zeit des Jahres ist ja in der Regel auch die kürzeste – wenigstens gefühlt. Und will deshalb risikofrei genossen und vorbereitet werden. Weil Spanien als Urlaubsland so viel zu bieten hat, ist guter Rat teuer. Soll wie immer an den Strand? Keine schlechte Wahl. Aber welcher soll es sein, wenn das ganze Land praktisch voller Stände ist?

Die Zeitung „Daily Telegraph“ aus England, so etwas wie das Zentralorgan der sonnenhungrigen Nordeuropäer überhaupt, gibt Tipps für Spanien. Unter den 14 besten Reisezielen finden sich Klassiker wie die Costa Brava, aber auch Städte wie Madrid und Barcelona. Darunter finden sich aber auch einige Überraschungen. Und eine taugt sogar besonders jetzt, im Winterurlaub. Denn Spanien bietet ja nicht nur Sonne und Meer, sondern auch Berge und Schnee. Mehr als man gemeinhin denken würde.

Die Einheimischen feiern bis in die Morgenstunden, aber man sollte aufpassen, sich auch noch genügend Zeit fürs Skifahren zu nehmen…

Und wer hätte schon gedacht, dass das Skiressort „Baqueira Beret“ zu den zehn mondänsten Skiparadiesen der ganzen Welt gezählt wird? Und das von echten Experten, für die Reisen nicht nur Vergnügen ist, sondern auch noch Berufung und Beruf. Zusammen mit Courchevel 1850 in Frankreich, dem italienischen Cortina, dem österreichischen Lech-Zürs, Gstaat in der schönen Schweiz und dem US-amerikanischen Eagle Point Ressort in Utah gehört demnach das Skigebiet in Katalonien laut Daily Telegraph zu den besten Orten der ganzen Erde, um Ski zu fahren.

In der Bewertung heißt es: „Baqueira Beret passt zu einem König. In der Tat besitzt auch der spanische König Juan Carlos hier ein Ferienhaus. Vielleicht klingt es überraschend, aber das spanische Skigebiet profitiert von einer lokalen Wetterlage, die hier mehr Schnee ablädt als in vielen anderen, besser bekannten Skigebieten Europas. Es gibt jede Menge Pisten, kaum Schlangen an den Liften und ein wirklich beeindruckendes Angebot an Heli-Skiing. Und neben gemütlichen Tapas-Bars gibt es aufregende neue Hotels mit eigenen Skiliften und Discotheken. Die Einheimischen feiern hier bis in die Morgenstunden, aber man sollte aufpassen, sich auch noch genügend Zeit fürs Skifahren zu nehmen.“

Es mag recht kalt im Winter werden, denn es ist eine von Europas höchstgelegenen Hauptstädten. Aber der Himmel über Madrid ist in der Regel blau

Was den Rest Spaniens angeht, setzt die Daily Telegraph auf einen ausgewogenen Mix aus Mittelmehr, Atlantik und Städten. Auf Platz eins kommt die Hauptstadt Spaniens, Madrid. In der Bewertung heißt es: „Madrid hat sich in den letzten Jahren regelrecht aufgemotzt. Es gibt den Prado, das Museum Reina Sofia sowie das Thyssen-Bornemisza, wo alles immer größer, schöner und besser wird. Im Zentrum der Stadt gibt es neue, aufregende Boutiquen, Läden mit Delikatessen, Cafés und Gastrobars, die praktisch rund um die Uhr geöffnet haben.  Madrid ist perfekt für ein Wochenende voller Kultur oder einen kurzen Städtetrip, mit großartigem Essen und einem aufregenden Nachtleben. Madrid mag recht kalt im Winter werden, denn es ist eine von Europas höchstgelegenen Hauptstädten. Aber der Himmel über Madrid ist in der Regel blau und die Sonne scheint immer stark genug, damit man in einem Straßencafé draußen sitzen kann, um seinen Wermut zu schlürfen.“

Damit die politische Correctness nicht allzu sehr leidet, setzt die Redaktion des Daily Telegraph Barcelona gleich auf Rang zwei. Alles andere wäre wohl ein Affront gewesen. In der Laudatio heißt es: „Barcelona ist ein Patchwork verschiedener architektonischer Stile mit dunklen, gotischen Fassaden, daneben clowneske Gebäude im modernistischen Stil, dazu Wolkenkratzer von Jean Nouvel, Herzog und de Meuron. Ein Tag in Barcelona kann dazu gekrönt werden mit einem Sundowner auf einem der sieben Stränden der Stadt. Bevor man sich zum Dinner in einem der vielen Michelin-Restaurants aufmacht. Oder zu einer der vielen familienbetriebenen Tapas-Bars. Barcelona hat ein entspanntes Tempo, monatelang endlosen Sonnenschein, unschlagbares Essen – dazu ein kulturelles Leben, das die Konkurrenz im kälteren Norden nicht zu fürchten braucht.

Um die Katalanen nach dem schweren Schlag, den Platz eins für Madrid bedeut, weiter zu versöhnen, belegt die Costa Brava Rang drei im Telegraph-Ranking der schönsten Reiseziele Spaniens. Zitat: „Die Costa Brava ist eine der romantischsten, tollsten und unverdorbensten Küsten in Europa. In Teilen fantastisch wild, in anderen Teilen geschmackvoll arrangiert, gehören einige der schönsten blauen Strände in Europa zur Costa Brava. Schöne Hotels und außergewöhnlich gutes Essen lassen sich hier ebenfalls finden. Nicht umsonst hat Katalonien eine unvergleichlich hohe Dichte an Michelin-Sternen in Spanien. Die hervorragenden, lokal produzierten Weine sollen nicht vergessen werden.“

Fragen sie einen Kantabrier, und er wird Ihnen voller Stolz das Geheimnis des Erfolges von Kantabrien verraten…

Dass die drittgrößte Stadt Spaniens, Valencia, gleich danach auf Platz vier rangiert, ist eine weitere Verbeugung vor dem Mittelmeer. In der Hommage des Daily Telegraph heißt es: „Valencia ist mit seiner Architektur das Ergebnis der rasanten Entwicklung, die Spanien erlebt hat. Art Nouveau, Gotik, Renaissance, dazu tolle Museen und eine brummende Restaurant-Szene, ein aufregendes Nachtleben, tolle Shops und meilenweite Strände. Valencia platzt förmlich vor mediterraner Lebensfreude.“

Etwas überraschend folgt Kantabrien auf Platz fünf. Zitat: „Fragen sie einen Kantabrier, und er wird Ihnen voller Stolz das Geheimnis des Erfolges von Kantabrien verraten: ‚Im Sommer gehen wir an den Strand, im Winter in unsere Berge.‘ Es ist diese einzigartige Kombination aus Landschaft und Lifestyle, aus atemberaubenden Küsten, ruhigem Landleben, tiefen Tälern, majestätischen Bergen und charaktervollen Küstenstädten, die Kantabrien so attraktiv machen – dazu fantastisch frisches Essen, historische Reichtümer, unterm Strich alles auch noch recht unberührt von Massentourismus.“

Dann aber doch noch Andalusien, fast schon ein wenig vernachlässigt nach so viel Madrid und Nordspanien. In der Wertung der Engländer heißt es: „Vom Rest Spaniens durch die Sierra Morena getrennt, liegt Spaniens südlichste Region, größer als die Niederlande. Sie reicht vom Atlantik im Westen zu den schneebedeckten Bergen der Sierra Nevada bis zur kargen Landschaft um Almeria im Osten. Andalusien besitzt mehr als 500 Meilen Küstenlinie. Dazu hinterließen 700 Jahre Mauren-Zivilisation ein kulturelles Erbe, und das nicht nur in den großen Städten wie Sevilla, Cordoba und Granada, sondern überall in der ganzen Region.“ Dass auf den weiteren Plätzen der Hitliste des Daily Telegraph dann noch Sevilla, Malaga, Marbella und Granada folgen, rundet das Bild vom glorreichen Andalusien ab.

Auf den hinteren Plätzen: San Sebstian, Bilbao, La Rioja und Pamplona…



Video Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=rMuJM51AmJc / Text: Wilhelm Wagner

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