Spaniens Aktien dürften von der EZB profitieren

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Die Prognosen an das Wirtschaftswachstum Spaniens für das Jahr 2015, lagen vor einigen Monaten noch auf dem höchsten Niveau unter den Erwartungen an die EU Peripherieländer. Aktuell wird ein Wachstum von etwa 2,8 % erwartet.  Das Statistikamt INE hatte im Juli den höchsten Anstieg in der Industrieproduktion seit 15 Jahren verzeichnet. Besonders die Sektoren Anlagen- und Maschinenhersteller sowie Energieversorger,  trugen einen großen Teil zum Wachstum bei. Die Unternehmen dieser Sektoren sind im Leitindex IBEX 35 stark vertreten. Handelbar ist der Index zu günstigeren Preisen als CFD laut AvaTrade Deutschland.

Mario Draghi stützt EU Aktienmärkte erneut

In der gestrigen Pressekonferenz der EZB, bekundete der EZB Präsident Mario Draghi, dass man bereit wäre alle zur Verfügung stehenden Mandate zu ergreifen, um das EU Wachstum und die Preisniveaustabilität (Inflation) zu stützen. Dazu wurde nicht nur die Ausweitung des QE Programms besprochen, sondern auch eine weitere Senkung des Einlagezinssatzes.

Die Folgen dieser konsequenten Aussage wurden sowohl in den Aktienmärkten als auch im EURUSD Kurs sichtbar. EU Aktienmärkte bauten die technische Bodenbildung weiter aus und tendieren dynamisch nach oben, während der US Dollar seine Verluste der letzten zwei Wochen gegenüber dem Euro, innerhalb einiger Stunden, mehr als nur wieder wettmachte.

Auch der spanische Leitindex Ibex 35 könnte von dieser Entscheidung profitieren. Die Aussage Mario Draghis wird von Marktkennern derweil als sehr konsequent bezeichnet. Vergleichbar mit der „Whatever it takes“- Rede im Jahr 2013. Damals hatte Mario Draghi ebenfalls versprochen alles Erdenkliche zu unternehmen, um den Euro zu retten. Die gestrige Aussage trifft daher wie eine Bestätigung denselben Kern.  Die Beharrlichkeit der Zentralbank die Inflation zu stützen, könnte auch den spanischen Aktienmarkt beflügeln, wie es auch damals schon eingetreten ist.

Neulich rutschten die Preise in Spanien weit in den negativen Bereich. Davon können Energie- und Finanztitel nicht profitieren, da Rohstoffpreise in solch einem Umfeld nach unten tendieren und das Zinsniveau sehr niedrig ist. Aktuell befindet sich der Ibex 35 Future nahe seines  Ausbruchniveaus aus der Aufwärtstrendlinie zwischen 10.500-10.600 Pkt. Dieser Bereich stellt eine wichtige Zone dar, die zuerst überschritten werden sollte. Das Potential ist nun aber jedenfalls da.

Mario Draghi stützt EU Aktienmärkte

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Spanien holt seine Leute wieder

Spaniens Arbeitslosenquote für das dritte Quartal befindet sich zwar immer noch im hohen zweistelligen Bereich, allerdings ist sie im Vergleich zum Vorquartal, von 22,37 % auf 21,18 %, gesunken. Die meisten Peripherieländer wie Italien, Griechenland und Portugal, versuchen mittlerweile mit Anreizprogrammen ihre Landsleute, die zwecks Arbeit ausgewandert sind, zurück zu holen, wie die Welt berichtete.

Denn die Abwanderung hat laut Ökonomen einen nicht minderwertigen Einfluss auf das Renten- und Reformsystem. Wenn hochqualifizierte Leute auswandern, fehlt es an jeder Ecke Potential für das Wirtschaftswachstum und damit Geld für das Umsetzen von nötigen Reformen. Die Programme sind derweil vielfältig. Heimkehrer werden entweder mit Steueranreizen gelockt, andererseits werden auch diejenigen, die fernbleiben mit Strafzahlungen belastet.

Dabei geht Spanien laut dem Bericht der Welt, in dieser Sache konsequenter vor. Wird das Land für mehr als 90 Tage verlassen, so entfällt der Anspruch auf Sozialhilfe, sofern derjenige als arbeitslos galt. Nur leider betrifft das meistens nur die, die das Land auf Arbeitssuche verlassen haben. Dennoch, nachweislich soll sich der Auswanderungsstrom aufgrund dieser Maßnahmen verlangsamen.

Es geht wieder aufwärts für die größten Banken

Natürlich, Banken können von einem niedrigen  Zinsumfeld weniger profitieren. Doch für spanische Banken geht es vor allem darum, sich aus der Krise zu befreien und damit ein solides Wachstum zu schaffen. Dass das annähernd gerade trotz niedriger Zinsen passiert, ist schon bemerkenswert.

Bereits im ersten Quartal 2015 hat die größte Bank Santander, einen Rekordumsatz verzeichnet, wie n-tv berichtete. Doch die Erfolgsgeschichte geht weiter. Die sechs größten spanischen Banken, haben im ersten Halbjahr laut der Welt und der spanischen Agentur Efe, eine Umsatzsteigerung von 48 % zu verzeichnen.  Auch das könnte positive Impulse auf den spanischen Leitindex haben.

Nachteilig wirkt sich das Ganze allerdings auf die kleinen Banken aus. Die größten haben seit der Finanzkrise den Großteil der Kunden abgeworben. Die kleinen können sich daher kaum im Wettbewerb behaupten, auch unter dem Aspekt, dass große Banken nun höhere Gebühren und Provisionen durchsetzen wollen.

1. Santander Central Hispano
2. Banco Bilbao Vizcaya Argentaria
3. Caixa d´Estalvis i Pensions de Barcelona „la Caixa“
4. Caja de Ahorros de Madrid
5. Banco Popular Español
6. Caja de Ahorros de Valencia, Castellón y Alicante (Bancaixa)
7. Banco Sabadell
8. Caixa d´Estalvis de Catalunya
9. Caja de Ahorros de Mediterráneo
10. Bankinter
11. Caja de Ahorros de Galicia
12. Caja de Ahorros de Zaragoza, Aragón y la Rioja
13. Unicaza
14. Bilbao Bizcaia Kutxa
15. Caja de España de Inversiones
16. Caja de Ahorros Vigo, Ourense, Pontevedra (Caixanova)
17. Caja de Ahorros de Salamanca y Soria /CajaDuero) 18. Caja de Ahorros de Guizpúzcoa San Sebastián
19. Deutsche Bank – España
20. Banco Pastor

Führende Banken und Sparkassen in Spanien (Quelle: http://www.euroresidentes.com/eigentumskauf/spanische-banken.htm)

Fazit- Alles schaut nach einer Erholung aus

Die Krise um Griechenland hat an Aktualität verloren. Auch der China Aktien Crash scheint ebenfalls vorbei zu sein. Der Zinsanstieg in den USA, als ein weiterer Unsicherheitsfaktor für die Märkte, ist  aktuell vom Tisch und Mario Draghi bläst zur nächsten Runde der geldpolitischen Maßnahmen.

In dieser Hinsicht und im Verbund mit den positiven konjunkturellen Entwicklungen in Spanien, ausgenommen Deflation und den Arbeitsmarkt, könnte sich zumindest mittelfristig bis Ende des Jahres eine gute Gelegenheit für einen weiteren Anstieg der spanischen Aktien ergeben.

Quellen:

http://www.euroresidentes.com/eigentumskauf/spanische-banken.htm

http://www.welt.de/wirtschaft/article145050358/Spaniens-Banken-wollen-doppelt-abkassieren.html

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Spaniens-Banken-feiern-Wiedergeburt-article14618106.html

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/konjunktur/konjunktur-robuste-wirtschaft-in-spanien-und-der-tuerkei-13795136.html

http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/ezb-konferenz-draghi-gewaehrt-ganz-neue-einblicke/12483460.html

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/whatever-it-takes-mit-drei-magischen-worten-in-die-neue-eurowelt-13064843.html

http://www.welt.de/politik/ausland/article147612752/Wie-Suedeuropa-die-schlauesten-Koepfe-nach-Hause-lockt.html

http://www.avatrade.de/

Fotoquellen:

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